Lkw-Fahrer manipuliert mit Magneten

Fridolfing - Zweimal mussten Beamte am Montag in den Verkehr der B20 eingreifen. Eine türkischer Lkw-Fahrer hatte sogar eine besondere Methode zur Manipulation:

Deutlich zu schnell über die B20

Am Montag, 04. Juni, wurden am Nachmittag durch Beamte der Polizeiinspektion Laufen mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei aus Dachau Lkw-Kontrollen auf der B20, Höhe Fridolfing, durchgeführt. Gegen 16.30 Uhr wurde ein slowenischer Sattelzugfahrer überprüft. Da bei der Auswertung Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt wurden, musste der 25-jährige Lkw-Fahrer eine Sicherheitsleistung in Höhe von 93,50 Euro bezahlen. Anschließend konnte er seine Fahrt fortsetzen.

Türke manipuliert Kontrollgerät

Kurz darauf wurde ein in Österreich wohnhafter 42-jähriger türkischer Lkw-Fahrer angehalten. Auch hier sollte unter anderem die gefahrene Geschwindigkeit überprüft werden. Bei der elektronischen Auswertung des Kontrollgeräts ergab sich ein zunächst rätselhafter Sachverhalt.

Obwohl der Fahrer bereits mehrere Stunden mit dem Sattelzug unterwegs war, konnten keinerlei Geschwindigkeitsaufzeichnungen festgestellt werden. Die Beamten konnten schließlich das Rätsel lösen. Der Lkw-Fahrer hatte die Leitungen zum Kontrollgerät mit einem Magneten manipuliert, so dass keine Aufzeichnungen erfolgten. Ferner wurden bei dem Sattelzug noch Mängel an einer Bremse und ein unzulässiger Reifen festgestellt.

Gegen den 42-jährigen wird nun unter anderem Anzeige wegen Fälschung beweiserheblicher Daten erstattet. Er hat mit einer erheblichen Geldstrafe zu rechnen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft konnte er nach Vernehmung und Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten entlassen werden. Seine Fahrt konnte er erst nach Behebung der Mängel am Lkw fortsetzen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Laufen

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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