Raser und Betrunkene aus Verkehr gezogen

Freilassing/Laufen - Im Juli kontrollierte die Polizei verstärkt die B20. Dabei wurden zahlreiche Raser und Betrunkene aus dem Verkehr gezogen.

Die Polizeiinspektionen Laufen und Freilassing führten in den letzten Wochen verstärkte Kontrollen durch, um gegen die Hauptunfallursachen Geschwindigkeit und Alkohol im Straßenverkehr vorzugehen. 

Die angekündigten Kontrollen auf der B20 wurden vom 9. Juli bis 22. Juli mit Unterstützung der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, den Operativen Ergänzungsdiensten Traunstein und der Bereitschaftspolizei München durchgeführt. Mit technischem Überwachungsgerät sowie zivilen und uniformierten Streifen wurde der Streckenabschnitt der B20 zwischen Laufen und Freilassing Süd an den 14 Einsatztagen schwerpunktmäßig zur Tages- und Nachtzeit überwacht. 

Bei den fünf Radarkontrollen, 15 Lasermessungen, 8 stationären und 9 mobilen Kontrollen mussten insgesamt 165 Fahrzeuglenker wegen Geschwindigkeitsverstößen geahndet werden.

115 Fahrzeugführer wurden wegen überhöhter Geschwindigkeit mit einem Verwarnungsgeld von bis zu 35 Euro belegt. 50 Fahrzeugführer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit erheblich, so dass die Verstöße mit einer Bußgeldanzeige und Punkten geahndet werden mussten. Drei Autofahrern droht außerdem noch ein Fahrverbot von einem Monat. Den traurigen Spitzenplatz teilen sich zwei Autofahrer. Bei erlaubten 100 km/h wurden die beiden mit jeweils 151 km/h gemessen.  

Des weiteren mussten 22 Autofahrer wegen anderer Verstöße, wie z.B. Missachtung der  Gurtpflicht oder Fehler beim Überholen, gebührenpflichtig verwarnt werden. Sieben Fahrzeugführer wurden angezeigt, da sie mit ihrem Mobiltelefon während der Fahrt telefoniert hatten. 

Besonderes Augenmerk wurde auch auf eine mögliche Beeinflussungen von Fahrzeugführern durch  Alkohol- und Drogenkonsum gelegt. Insgesamt fünf Fahrzeuglenker fielen dabei den Beamten negativ auf. In einem Fall zeigte der Atemalkoholtest einen Wert von über 1,1 Promille. Das bedeutet ein Strafverfahren und den Entzug der Fahrerlaubnis für längere Zeit.

In drei Fällen bewegte sich der Wert zwischen 0,5 bis 1,09 Promille. Bei einem jüngeren Fahrer aus Österreich wurde Drogenkonsum nachgewiesen. Der Mann gab an, am Abend einen Joint geraucht und sich in noch berauschtem Zustand an das Steuer seines Pkw gesetzt zu haben. All diese Fahrzeugführer müssen mit einem Bußgeld von mindestens 500 Euro, vier Punkten im Verkehrszentralregister und einem Monat Fahrverbot rechnen. Im Wiederholungsfall drohen sogar 1000 bis 1500 Euro Bußgeld und drei Monate Fahrverbot.  

Ein rumänischer Lkw-Fahrer wurde wegen Urkundenfälschung angezeigt. Dieser hatte die Urlaubsbescheinigung gefälscht, um die Lenktätigkeit zu verschleiern. Der Brummi-Lenker  musste nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1000 Euro hinterlegen. 

Das Ergebnis der Schwerpunktaktion einerseits und die Anzahl der Verkehrsunfälle mit verletzten und getöteten Personen anderseits verdeutlichen die Notwendigkeit auch weiterhin aktiv durch polizeiliche Kontrollen auf der B20 für die Verbesserung der Verkehrssicherheit zu sorgen. Passend dazu auch die kürzlich vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren vorgestellte Kampagne zur Verkehrssicherheit. Erklärtes Ziel ist es in den nächsten Jahren, die Anzahl der Verkehrstoten um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011 zu reduzieren. 

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

 

Rubriklistenbild: © pa

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