Ohne Führerschein, aber unter Drogeneinfluss

Bundespolizei beendet Verfolgungsjagd in Laufen

Freilassing/Laufen - Zu einem Einsatz ist es für die Bundespolizei gekommen, bei der die Beamten eine Verfolgungsjagd beenden mussten.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am 12. Juni haben Freilassinger Bundespolizisten zwei junge Männer festgenommen. Die aus Afghanistan und Rumänien stammenden Personen versuchten vergeblich vor der Kontrolle zu flüchten. Der Fahrer muss sich wegen des Verdachts der versuchten unerlaubten Einreise, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Fahrens unter Einfluss berauschender Mittel verantworten. Der Beifahrer erhielt eine Anzeige wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln.

Am Mittwoch wollten Freilassinger Fahnder in Laufen einen Mercedes mit österreichischer Zulassung kontrollieren. Anstatt anzuhalten, missachtete der Fahrer aber mehrmals die polizeilichen Anhaltesignale und flüchtete mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Freilassing. Nach mehreren Versuchen gelang es den Beamten schließlich, das Fahrzeug an der Anschlussstelle Freilassing-Nord zu stoppen.

Der Fahrer - ein 19-jähriger afghanischer Staatsangehöriger - konnte sich nur mit einem österreichischen Fremdenpass ausweisen, welche nicht zur Einreise nach Deutschland berechtigt. Sein Beifahrer - ein 22-jähriger Rumäne - legte lediglich eine Krankenversichertenkarte vor. Die Beamten nahmen zudem Marihuana-Geruch wahr und fanden bei einer genaueren Überprüfung auch eine geringe Menge der Droge. Ein hinzugezogener Drogenspürhund der Landespolizei konnte aber keine weiteren Betäubungsmittel entdecken. Ein durchgeführter Drogenschnelltest beim Fahrer ergab aber, dass er Kokain konsumiert hatte. Des Weiteren stellten die Beamten fest, dass der Afghane nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Die Bundespolizei zeigte den 19-Jährigen wegen der versuchten unerlaubten Einreise an. Die Grenzpolizeiinspektion Piding übernahm die Bearbeitung der Verkehrsdelikte. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen verweigerten die Beamten dem Afghanen die Einreise in die Bundesrepublik und wiesen ihn nach Österreich zurück. Sein Fahrzeug verbleibt bis zur Abholung in der Inspektion. Der in Deutschland gemeldete Rumäne konnte die Dienststelle mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verlassen.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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