2014: Weniger Verkehrsunfälle als im Vorjahr

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Freilassing - Das sind erfreuliche Zahlen: Im Jahr 2014 ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Polizei Freilassing gesunken. Allerdings bereiten betrunkene Radfahrer Sorgen...

Insgesamt weniger Verkehrsunfälle

Als sehr erfreulich kann die Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion Freilassing für das Jahr 2014 betrachtet werden. Gegenüber dem Jahr 2013 sank die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle um 0,6 Prozent. Bei den 818 Unfällen  wurde ein Gesamtschaden von etwa 1,5 Millionen Euro registriert. In Summe wurden von der Polizei 414 sogenannte Kleinunfälle (geringfügige Verkehrsverstöße ohne Personenschaden) aufgenommen. Zu den Kleinunfällen zählen auch die 87 Wildunfälle, deren Zahl sich damit um knapp 15,5 Prozent verringerte.

Angestiegen ist dagegen die Anzahl von Verkehrsunfällen mit Verletzten. 160 dieser Verkehrsunfälle mit insgesamt 219 Verletzten registrierte die Polizei - 13,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Keine tödlichen Unfälle und weniger Alkoholunfälle

Zum ersten Mal seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen musste aber 2014 kein tödlicher Verkehrsunfall im Dienstbereich der PI Freilassing verzeichnet werden.

Erfreulich auch die Entwicklung bei den Verkehrsunfallfluchten. Erstmalig seit Jahren sank deren Zahl wieder (minus 15,2 Prozent). Dennoch mussten immer noch188 Unfallfluchten, meist im Zusammenhang mit Vorfällen auf größeren Parkplätzen oder im Begegnungsverkehr (sogenannte Spiegelstreifer) aufgenommen werden. Wie schon im Vorjahr konnten 35 Prozent geklärt werden.

Erheblich gesunken ist auch die Zahl der Alkoholunfälle. Mussten in den letzten 15 Jahren jährlich zwischen 20 und 35 alkoholbedingte Unfälle bearbeitet werden, waren es 2014 nur zehn Unfälle. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 58,3 Prozent. Vielleicht waren dafür auch die verstärkten Kontrollen der Polizei ursächlich. 66 alkoholisierte Fahrzeuglenker  wurden bei Trunkenheitsfahrten festgestellt, wobei rund die Hälfte der Betroffenen sofort ihren Führerschein abgeben musste. 28 Lenker kontrollierte die Polizei noch vor Fahrtantritt und hielt sie so von einer u.U. folgenreichen Alkoholfahrt ab.

Bei einem Verkehrsunfall wurde die Beeinflussung des Fahrers unter Drogen als Unfallursache ermittelt. 16 Drogenfahrer wurden bei allgemeinen Verkehrskontrollen ertappt.

Betrunkene Radfahrer

Ein wenig Sorge bereitet die steigende Anzahl von verunfallten Radfahrern und hier insbesondere mit der Unfallursache Alkohol. Rund ein Drittel der Alkoholunfälle geht auf das Konto von betrunkenen Radfahren. Insgesamt wurden 59 Unfälle (+ 40 Prozent), überwiegend im innerörtlichen Bereich, mit Beteiligung eines Radfahrers polizeilich aufgenommen. In 38 Fällen waren die Zweiradfahrer die Unfallverursacher. Hauptunfallursachen hierbei: Unachtsamkeit sowie Benutzen der falschen Fahrbahn.

Über die Hälfte aller Verkehrsunfälle ereigneten sich wieder im Stadtgebiet von Freilassing. Bei leicht rückläufigen Zahlen (445 Unfälle - minus 7,6 Prozent) tauchen dort die Münchener Straße, die Reichenhaller Straße sowie die Lindenstraße und die B 20 als vermehrte Unfallörtlichkeiten auf. 78 Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereigneten sich im Stadtgebiet, wobei 77 Verletzte zu beklagen waren. 33 Unfälle wurden im Stadtgebiet unter Beteiligung von Radfahrern verzeichnet. Dies stellt einen geringfügigen Anstieg um 2 Unfälle dar. Entgegen der allgemeinen Einschätzung ereigneten sich im Bereich der Münchener Straße mit 4 beteiligten Radlern relativ wenige Fahrradunfälle.

Mehr Unfälle in der Gemeinde Ainring

Um etwa sieben Prozent haben sich die Verkehrsunfälle im Gemeindebereich Ainring erhöht. Hier mussten im Jahr 2014 noch 132 Unfälle registriert werden. Dabei wurden 29 Personen verletzt (2013: 23 Personen). Als markante Unfallörtlichkeiten fallen wieder die Bundesstraßen 20 und 304 auf. Während im Bereich der B20 die Unfallzahlen leicht anstiegen  (29 Unfälle - plus 3 Unfälle), sank die Zahl auf der B304 leicht (24 Unfälle - minus 2 Unfälle). Auf dem Streckenabschnitt zwischen Feldkirchen und dem Hammerauer Berg mussten 21 Unfälle, davon 5 Wildunfälle, verzeichnet werden. An der Einmündung der Salzburger Straße in die B20 (Ortsteil Mitterfelden) ergibt die Auswertung der Statistik drei Verkehrsunfälle. An der versetzten Kreuzung der Hallerstraße bzw. der Kreisstraße 18 in die B 304 bei Perach registrierte die Polizei 8 Unfälle, davon drei Vorfahrtsverletzungen.

Mehr Verletzte in der Gemeinde Teisendorf

Im Bereich der Marktgemeinde Teisendorf ereigneten sich wieder knapp ein Fünftel aller Unfälle im Dienstbereich der PI Freilassing. Insgesamt 158 Unfälle nahm die Polizei auf. Dies waren 15 weniger als noch im Jahr 2013 (- 8,6 Prozent). Die Zahl der Verletzten erhöhte sich dagegen von 28 Personen auf 32 Personen im vergangenen Jahr. Zahlenmäßig ereigneten sich die meisten Verkehrsunfälle auf der B304. Dies ist jedoch relativiert zu sehen, da es sich bei insgesamt 35 Unfällen auf dieser Strecke in 15 Fällen um Wildunfälle und in fünf Fällen um sogenannte Kleinunfälle gehandelt hat. An der Einmündung B304 / Teisendorf West ereignete sich, wie schon ein Jahr zuvor, nur ein Verkehrsunfall. Gestiegen sind dagegen die Unfallzahlen an der Einmündung B304 / Teisendorf Ost. Hier musste die Polizei vier Unfälle aufnehmen. Im Jahr 2013 ereignete sich dort kein Verkehrsunfall.

Verkehrsunfälle steigen in Gemeinde Saaldorf- Surheim

Um 33 Prozent sind die Unfallzahlen in der Gemeinde Saaldorf-Surheim im Jahr 2014 gestiegen. 83 Verkehrsunfälle wurden von der PI Freilassing aufgenommen, wobei angeführt werden muss, dass weitere Teile der Straßen im nördlichen Gemeindegebiet von der PI Laufen betreut und von dort auch statistisch behandelt werden. Verdoppelt hat sich die Zahl der Unfälle mit Personenschäden. 21 Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden, mussten polizeilich bearbeitet werden. Mit 24 Unfällen (2013: 23 Unfälle) taucht die St2104 in der Statistik auf. Dabei erscheinen auf dem Streckenabschnitt zwischen Berg und Schign aber allein 16 Wildunfälle. An der Einmündung der Kreisstraße BGL 3 in die St 2104 ereigneten sich im letzten Jahr zwei Verkehrsunfälle. Mit 15 Unfällen (+ 6 Unfälle) zeichnet die B20 in der Statistik.

Polizeiliches Fazit:

Der sehr erfreuliche Rückgang bei den Verkehrsunfällen, insbesondere bei den Alkoholunfällen und der historische Tiefstand bei den tödlichen Verkehrsunfällen, dürfen uns nicht zum Ausruhen bewegen. Vor allem der Anstieg der Unfälle mit Verletzten und auch der Fahrradunfälle bedarf verstärkter Aktivitäten. Auch weiterhin müssen Anstrengungen unternommen werden, die Anzahl der Unfälle zu senken. Die Polizeiinspektion Freilassing wird auch im Jahr 2015 versuchen, mit verstärkten Überwachungsmaßnahmen die Hauptunfallursache „Geschwindigkeit“, vor allem im außerörtlichen Bereich, zu bekämpfen.

Pressemittteilung Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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