Weniger Verletzte, weniger Tote

Freilassing - Die Polizeiinspektion Freilassing hat gute Nachrichten. Die Unfallstatistik für 2012 weist deutlich bessere Zahlen als im Jahr davor auf.

Als durchwegs erfreulich kann die Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion Freilassing für das Jahr 2012 betrachtet werden. Gegenüber dem Jahr 2011 sank die Anzahl aller Verkehrsunfälle um 5,4 Prozent. Insgesamt wurden im Dienstbereich 841 Unfälle mit einer Gesamtschadenssumme von ca. 1,9 Mio. Euro registriert. Erfreulich auch die Rückgänge bei den Verkehrsunfällen mit verletzten bzw. getöteten Personen. Mussten im Jahr 2011 noch 195 Verkehrsunfälle mit Personenschäden aufgenommen werden, waren es vergangenes Jahr nur noch 180 Unfälle, bei denen Personen leicht oder schwer verletzt wurden (minus 7,6 Prozent). Vier Verkehrsteilnehmer verloren im Jahr 2012 ihr Leben auf örtlichen Straßen. Im Jahr davor waren es noch fünf Personen gewesen. Mit einem Rückgang von 20 Prozent liegt hier die PI Freilassing über den gesamt bayerischen Niveau (minus 15 Prozent).

Leider deutlich angestiegen sind die Zahlen im Bereich der Verkehrsunfallfluchten. Im Jahr 2012 wurden insgesamt 189 Unfälle dieser Art bei der Polizei angezeigt. Das sind 24 Prozent mehr als noch im Jahr 2011. 65 Fälle, also knapp 35 Prozent, konnten geklärt werden. Als besonders häufige Unfallörtlichkeiten wurden die Parkplätze größerer Verbrauchermärkte festgestellt.

Deutlich gesunken ist im vergangenen Jahr die Zahl der Alkoholunfälle. Bei 19 Unfällen, bei denen glücklicher Weise niemand verletzt oder getötet wurde, erkannten die Beamten Alkohol als Unfallursache (minus 29 Prozent). Zugenommen hat dagegen die Anzahl der von der Polizei festgestellten, folgenlosen Fahrten unter Alkoholeinfluss. Hier erhöhte sich die Zahl von 60 Anzeigen im Jahr 2011 auf 72 Anzeigen im Jahr 2012. 36 Autofahrer konnten noch vor Fahrtantritt kontrolliert und somit von einer u.U. folgenreichen Alkoholfahrt abgehalten werden. Erheblich gesteigert haben sich auch die Zahlen bei den Fahrten unter Drogeneinfluss. Hier stiegen die Feststellungen der Polizei von 4 Fahrten im Jahr 2011 auf 24 Fahrten im Jahr 2012. Bei keinem Verkehrsunfall war vorangegangener Drogenkonsum unfallursächlich.

Gut die Hälfte aller Verkehrsunfälle ereigneten sich im Stadtgebiet von Freilassing. Bei leicht rückläufigen Zahlen ( 479 Unfälle, minus 4,2 Prozent) tauchen dort hier vor allem die Münchener Straße, die Reichenhaller Straße sowie die B 20 und B 304 als vermehrte Unfallörtlichkeiten auf. 83 Personen wurden dabei verletzt (minus 12 Prozent). Getötet wurde niemand.

Um etwa 18 Prozent haben sich die Verkehrsunfälle im Gemeindebereich Ainring reduziert. Hier mußten im Jahr 2012 noch 133 Unfall registriert werden. Dabei wurden 35 Personen verletzt (minus 20 Prozent). Auch hier wurde niemand getötet. Als markante Unfallörtlichkeiten fallen die Bundesstraßen 20 und 304 auf, wobei hier deutliche Reduzierungen festzustellen sind. Auf der B 20 wurden noch 25 Unfälle gezählt (2011: 42 Unfälle). Allein auf dem Streckenabschnitt zwischen Feldkirchen und dem Hammerauer Berg mussten 16 Unfälle, davon 6 Wildunfälle, verzeichnet werden.

Im Bereich der Marktgemeinde Teisendorf ereigneten sich knapp ein Viertel aller Unfälle im Dienstbereich der PI Freilassing. Insgesamt 151 Unfälle nahm die Polizei auf - nur geringfügig weniger als noch im Jahr 2011. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich von 36 Personen im Jahr 2011 auf 41 Personen im Jahr 2012. Eine Person wurde getötet (2011: 2 Personen). Zahlenmäßig ereigneten sich die meisten Verkehrsunfälle auf der B 304. Dies ist jedoch relativiert zu sehen, da es sich bei insgesamt 38 Unfällen auf dieser Strecke in 13 Fällen um Wildunfälle und in 19 Fällen um sogenannte Kleinunfälle (geringfügige Verkehrsverstöße ohne Personenschäden) gehandelt hat.

Mit gut 8 Prozent sind die Unfallzahlen in der Gemeinde Saaldorf-Surheim angestiegen. 78 Verkehrsunfälle wurden von der PI Freilassing verzeichnet, wobei angeführt werden muss, dass weitere Teile der Straßen des Gemeindegebietes von der PI Laufen betreut und von dort auch statistisch bearbeitet werden. Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden liegt mit 21 in etwa im Vorjahresbereich. Drei Menschen verloren im außerörtlichen Bereich ihr Leben im Straßenverkehr. Unfallörtlichkeiten waren hier die B 20, die St 2104 sowie die Kreisstraße BGL 3. Mit 25 Unfällen erscheint die St 2104 in der Statistik, wobei auf dem Streckenabschnitt zwischen Berg und Schign 15 Wildunfälle passierten. An der umgebauten Einmündung der Kreisstraße BGL 3 in die St 2104 mussten im letzten Jahr noch zwei Unfälle aufgenommen werden. Unfallursächlich war hier die Missachtung der Vorfahrt.

Polizeiliches Fazit:

Der erfreuliche Rückgang bei den Verkehrsunfällen, insbesondere mit Verletzten und Toten, darf uns nicht zum Ausruhen bewegen. Auch weiterhin müssen Anstrengungen unternommen werden, die Anzahl der Unfälle weiter zu senken. Die Polizeiinspektion Freilassing wird auch im Jahr 2013 verstärkt mit Kontrollen die Hauptunfallursache „Geschwindigkeit“, vor allem im außerörtlichen Bereich, bekämpfen. Weiter forciert wird auch die Überwachung des Verkehrs hinsichtlich des Alkohol- und Drogenkonsums von Autofahrern.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © gbf

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