Endstation in Schwarzbach

Polizei fasst zwölf Betrüger, Räuber und Diebe

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Freilassing/Schwarzbach – Die Bundespolizei hat am Wochenende zahlreiche Haftbefehle an der Saalbrücke und auf der A8 bei Schwarzbach vollstreckt.  Ein Großteil der Aufgegriffenen sitzt mittlerweile hinter Gittern.

Vom Untersuchungshaftbefehl wegen Betrugs, über Geldstrafen im vierstelligen Bereich bis hin zur mehrmonatigen Restfreiheitsstrafe war alles vertreten:

Wegen Nötigung hinter Gitter

Am Sonntagmorgen stoppten Bundespolizisten in der Kontrollstelle auf der A8 unabhängig voneinander zwei deutsche Männer im Alter von 50 und 70 Jahren. Schnell stellte sich heraus, dass für beide die Reise beendet war.

Der 50-Jährige wurde wegen Nötigung von der Leipziger Staatsanwaltschaft gesucht. Er konnte die im Haftbefehl geforderten 1.100 Euro nicht aufbringen und muss daher die nächsten 55 Tage in der Justizvollzugsanstalt Bernau verbringen. 

Münchner Betrüger festgenommen

Dort wird er wahrscheinlich auch den 70-jährigen Münchner treffen. Der Rentner war vor rund einem Jahr vom Amtsgericht München wegen Betrugs zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt worden. Mangels finanzieller Möglichkeiten musste er ersatzweise eine 120-tägige Freiheitsstrafe antreten. 

Ungare und Syrer können Strafe nicht bezahlen

Bereits am Samstag hatte die Bundespolizei einem ungarischen und einem syrischen Staatsangehörigen an der Freilassinger Saalbrücke die Weiterfahrt aufgrund vorliegender Haftbefehle untersagt. 

Der 37-jährige Syrer war im Oktober 2016 vom Amtsgericht Passau wegen Bedrohung zu einer Geldstrafe von 1.100 Euro verurteilt worden. 

Die Justizschulden des Ungarn belaufen sich auf das Doppelte. Das Nürnberger Amtsgericht hatte die wegen Diebstahls verhängte Strafe mit einer Ersatzhaft von 140 Tagen festgelegt. Beide Männer konnten nicht zahlen und sitzen mittlerweile ebenfalls in der Bernauer Haftanstalt. 

Kroatin und Rumänen landen im Gefängnis

Auch für eine Kroatin und zwei rumänische Staatsangehörige endete die Kontrolle der Bundespolizei im Gefängnis. 

Gegen die 38-Jährige lag ein Haftbefehl wegen Computerbetrugs vor. Sie konnte die Geldstrafe von 2.250 Euro nicht begleichen und musste die 150-tägige Ersatzhaft in der Justizvollzugsanstalt Traunstein antreten. 

Eine 43-jährige Rumänin steht im Verdacht, in sieben Fällen Warenhäuser um ihr Geld betrogen zu haben. Deshalb suchte die Wiesbadener Staatsanwaltschaft zum Zweck der Untersuchungshaft nach ihr. Sie befindet sich nun im Bad Reichenhaller Gefängnis. 

Auch ihr 32-jähriger Landsmann wurde von Bundespolizisten in die Haftanstalt eingeliefert. Wegen gemeinschaftlichen Raubes und Diebstahls wird der Rumäne dort eine Haftstrafe von insgesamt 247 Tagen verbüßen müssen. 

Erfolgreiches Wochenende für die Polizei

Die Bundespolizei hat am vergangenen Wochenende im südlichen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets zwölf Personen für insgesamt 1.120 Tage in verschiedene Haftanstalten gebracht. 

Hinzu kamen drei, die mit Untersuchungshaftbefehlen gesucht wurden. Sechs weitere konnten ihre Justizschulden mit einer Gesamtsumme von rund 750 Euro begleichen. 

Pressemitteilung Bundespolizei

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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