Fahndungserfolg der Freilassinger Bundespolizei

Schlag gegen Schleuserbande: Drei Tatverdächtige festgenommen

Wien/Freilassing - Ermittler der Bundespolizei haben kürzlich einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen organisierte Schleuserbanden verzeichnen können.

Pressemitteilung im Wortlaut:


Nach intensiven gemeinsamen Ermittlungen nahm die österreichische Polizei drei dringend tatverdächtige Iraker fest und beschlagnahmte 97.000 Euro.

Freilassinger Bundespolizisten waren den im Februar und März Festgenommenen schon seit Mai des vergangenen Jahres auf der Spur. Immer wieder hatten die Beamten am Bahnhof in Waging am See illegal eingereiste Frauen und Männer ohne gültige Ausweisdokumente festgestellt. Den Ermittlern waren sofort Gemeinsamkeiten aufgefallen: Die Personen waren stets in Kleingruppen unterwegs und entweder syrischer oder türkischer Staatsangehörigkeit. Die Bundespolizei war bereits früh von Schleusungen ausgegangen und rechnete deren Organisatoren im Laufe der Ermittlungen zehn Fahrten mit insgesamt 78 unerlaubt eingereisten Personen aus Syrien und der Türkei zu. Die Ermittler kamen den Drahtziehern schließlich auf die Schliche – sie hielten sich in Österreich und Rumänien auf.


Unter der Sachleitung der auf grenzüberschreitende Kriminalität spezialisierten Staatsanwaltschaft Traunstein initiierte die Bundespolizei Freilassing intensive Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft und dem Bundeskriminalamt in Wien. Die internationale Zusammenarbeit sollte sich letztlich bezahlt machen: Im Februar und März nahm die Polizei in Wien drei mutmaßliche Schleuser fest und beschlagnahmte 97.000 Euro Bargeld. Kurz zuvor war zudem der Kopf der Bande in Rumänien festgenommen worden. Er wartet dort seitdem in einer Justizvollzugsanstalt auf seine Auslieferung nach Deutschland.

Bundespolizisten hatten bereits im Oktober 2019 ein Mitglied der Bande in Waging am See auf frischer Tat festgenommen. Nach einem umfassenden Geständnis war der Mann im März dieses Jahres wegen Einschleusens von Ausländern zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Seine Mittäter warten nun in Untersuchungshaft auf ihre Gerichtsverhandlung.

Pressemitteilung der Freilassinger Bundespolizei

Rubriklistenbild: © Bundespolizei (Symbolbild)

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