17 Afghanen reisten unerlaubt ein

Schleusung: Mutter 18 - Baby drei Tage alt

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Freilassing - Bundespolizisten haben am Montag zwei rumänische Schleuser hinter Gitter gebracht. Sie hatten 17 afghanische Staatsangehörige nach Deutschland geschleust.

Bundespolizisten haben am Montag (22. Juni) zwei rumänische Schleuser hinter Gitter gebracht. Die Männer hatten in ihren Fahrzeugen insgesamt 17 afghanische Staatsangehörige unerlaubt ins Bundesgebiet geschleust.

Unter den Aufgegriffenen befand sich eine 18-Jährige mit ihrem erst wenige Tage alten Baby.

Zollbeamte hatten Sonntagmorgen zwei Fahrzeuge mit rumänischer Zulassung in Freilassing kontrolliert. Lediglich die beiden rumänischen Fahrer konnten sich ausweisen. Die acht beziehungsweise neun mitreisenden Afghanen hatten keine Papiere dabei. Wegen des Schleusungsverdachts wurde die Bundespolizei verständigt.

Säugling maximal drei Tage alt

Da sich unter den Afghanen eine 18-Jährige mit ihrem Neugeborenen befand, wurde ein Notarzt angefordert, der Mutter und Kind ins Krankenhaus einliefern ließ. Offenbar war das Baby während der Schleusung von Afghanistan nach Deutschland geboren worden.

Laut Erstuntersuchung ist der Säugling maximal drei Tage alt. Bei der Vernehmung durch die Beamten, gaben die mutmaßlichen Schleuser an, die 17 Personen zufällig am Straßenrand getroffen zu haben. Die Geschleusten allerdings schilderten, dass sie bereits in Ungarn von den Fahrern gezielt abgeholt worden waren.

Bis zu 6.500 Dollar pro Person hatten sie für die Schleuser-Tour aus der Heimat aufbringen müssen. Die erwachsenen afghanischen Staatsangehörigen wurden der Münchner Flüchtlingsstelle zugeleitet. Fünf allein reisende Minderjährige dagegen konnten der Obhut des Jugendamts anvertraut werden.

Die mutmaßlichen Schleuser wurden von den Bundespolizisten am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser entschied, die 24 und 25 Jahre alten Männer in Untersuchungshaft zu nehmen. Mittlerweile sitzen die beiden in der Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall. Sie werden sich wegen Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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