Vom Onkel illegal nach Deutschland geholt

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Freilassing - Ein Syrer hat letzten Donnerstag versucht, seinen Neffen unerlaubt nach Deutschland zu bringen. Nun sitzen beide in Haft.

Die Bundespolizei hat nahe Freilassing zwei Syrer festgenommen. Bei der Kontrolle im Zug wollte einer von ihnen die Beamten mit einem falschen Ausweis täuschen. Vergeblich! Seit Donnerstag (31. Mai) befinden sich beide in Haft.

Die Freilassinger Fahnder kontrollierten die Männer im Fernreisezug aus Salzburg. Der jüngere von beiden wies sich zunächst mit rumänischen Papieren aus. Dem geschulten Bundespolizei-Auge entging nicht, dass es sich bei dem Ausweis um eine „glatte Fälschung“ handelte. Der mutmaßliche Urkundenfälscher stritt zunächst ab, irgendetwas mit dem älteren syrischen Staatsangehörigen im selben Abteil zu tun zu haben. Doch die Bundespolizisten hatten das richtige Fahndungsgespür und so fanden sie heraus, dass der ältere Mitreisende ein Verwandter des 25-Jährigen war. Der 40-jährige Onkel mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung war ersten Ermittlungen zufolge seinem Neffen bei dessen Reise behilflich gewesen und besorgte ihm in Wien die Fahrkarte nach Deutschland. Nach eigenen Angaben war der jüngere Syrer zuvor bis Österreich geschleust worden.

Die Bundespolizei nahm beide vorläufig fest und beendete ihre Zugfahrt vorzeitig. Der Geschleuste wurde wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise, sein Onkel wegen Beihilfe hierzu angezeigt. Das Amtsgericht Laufen ordnete an, den mutmaßlichen Beihelfer in Untersuchungshaft zu nehmen. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern derzeit noch an.

Aufgrund der klaren Beweislage verurteilte das Laufener Gericht den jüngeren Syrer wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 350 Euro. Mangels finanzieller Möglichkeiten musste er ersatzweise eine 70-tägige Haftstrafe in Bad Reichenhall antreten. Da er sich zu den Hintergründen der Tat immer wieder in Widersprüche verstrickt hatte, beantragte die Staatsanwaltschaft Traunstein wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage zudem die Untersuchungshaft. Diesem Antrag wurde von richterlicher Seite am Freitag entsprochen.

Pressemitteilung Bundespolizei

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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