Zwischen Freilassing und Mühldorf am Inn

85 illegale Einreisen verhindert - doch auch Waffen und Drogen wurden sichergestellt

Freilassing / Mühldorf - Am vergangenen Wochenende (25. bis 27. September) hat die Freilassinger Bundespolizei insgesamt 85 Migranten gestoppt, die versuchten, unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Jedoch gingen den Beamten nicht nur illegal eingereiste Personen ins Netz.

Die Fahnder der Bundespolizei Freilassing stellten in den drei Tagen im Rahmen der Grenzkontrollen in Zügen oder auf der Straße insgesamt 85 Personen fest, die versuchten, unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Sie wurden teilweise nach Deutschland eingeschleust, im Landesinnere abgesetzt oder versuchten auf eigene Faust einzureisen. 59 von ihnen verweigerten die Bundespolizisten die Einreise, die übrigen wurden zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet, in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert oder vom Jugendamt übernommen. Zudem wurden zwei Schleuser dem Haftrichter vorgeführt. Gegen zwei Albaner und einen Iraner lag bereits ein Einreiseverbot vor.


Neben der illegalen Migration brachten die Uniformierten noch weitere Straftaten zur Anzeige - ein 25-jähriger Slowake kassierte gleich zwei davon.

Um sich einer Polizeikontrolle zu entziehen, versteckte er sich in der Zugtoilette, was den Beamten jedoch nicht entgangen war. Da der Slowake sich nicht ausweisen konnte, nahmen die Fahnder ihn mit zur Dienststelle. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Bundespolizisten eine Schlagring in seiner Hosentasche und eine geringe Menge Amphetamine im Rucksack. Mit einer Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Waffen- sowie gegen das Betäubungsmittelgesetz konnte der 25-Jährige seine Weiterreise antreten.


An diesem Wochenende wurden zudem noch drei weitere Personen wegen Verstößen gegen das Waffen- beziehungsweise Betäubungsmittelgesetz angezeigt.

Des Weiteren stellten die Beamten insgesamt noch neun gefälschte Urkunden, darunter auch falsche Arbeitsverträge, sicher. 
Wegen eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetzes muss sich ein 32-jähriger Deutscher verantworten. Er wollte 18 Packungen eines nicht zugelassenen Potenzmittels nach Deutschland einführen. In Amtshilfe für die Zollbehörde stellten die Bundespolizisten die Tabletten sicher.

Die Beamten vollstreckten noch drei Haftbefehle und übergaben vier Verkehrsverstöße zuständigkeitshalber an die Verkehrspolizei.

Pressemitteilung der Bundespolizei Freilassing

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Freilassing

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