Kurioses aus dem Polizei-Alltag

Freilassing - Ein gestürzter Radfahrer, der schreit wie am Spieß und ein Mopedfahrer, der partout keinen Helm tragen will - manchmal hat es die Polizei wahrlich nicht leicht...

Trunkenheitsfahrt mit Fahrrad

Offensichtlich wegen starker Alkoholisierung kam am Samstag, 11. August, gegen 1.15 Uhr, ein Radfahrer auf der Mittleren Feldstraße in Freilassing zu Sturz. Anwohner verständigten die Polizei, in der Annahme, der Gestürzte schreie vor Schmerzen. Beim Eintreffen der Streife flüchtete der Mann aber zu Fuß. Kurze Zeit später konnte er angehalten werden.

Eine Kontrolle durch den hinzugezogenen Sanitätsdienst verweigerte der 28-Jährige ebenso wie eine freiwillige Alkoholüberprüfung. So musste eine Blutentnahme angeordnet werden, die nur mittels körperlicher Gewalt seitens der eingesetzten Polizeibeamten möglich war. Nach Abschluss dieser Maßnahme wurde der in Österreich wohnhafte Deutsche zur Ausnüchterung in die Haftzelle der Polizeiinspektion gebracht.

Gegen 3.45 Uhr erlitt er dort einen Kreislaufzusammenbruch, so dass wieder ärztliche Hilfe notwendig wurde. Nach entsprechender Behandlung und Ruhigstellung sollte der Mann ins LHK-Salzburg transportiert werden.

Damit war der Fall für die Polizei aber noch nicht abgeschlossen, denn die Person begann kurz nach Fahrtbeginn im Krankenwagen zu randalieren. So rückte eine Polizeistreife wieder aus. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst gelang es, den Mann zu beruhigen, so dass ein Transport nach Salzburg ohne weitere Zwischenfälle möglich wurde.

Gegen den Radfahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. Außerdem muss er die Kosten für die polizeiliche Gewahrsamnahme bezahlen.

Uneinsichtiger Kraftradfahrer

Am Freitag, 10. August, gegen 16.30 Uhr, überprüften Beamte der Freilassinger Polizei bei Gerspoint im Gemeindegebiet von Saaldorf-Surheim den Fahrer eines Kleinkraftrads. Das Krad war aufgefallen, weil der Fahrer keinen Helm trug. Im Zuge der Kontrolle stießen die Polizisten auf eine selten erlebte Uneinsichtigkeit:

Der 51-Jährige erklärte nämlich, dass er grundsätzlich ohne Helm fahre und dies auch weiterhin so handhaben werde. Die bloße Polizeikontrolle erzürnte den Fahrzeugführer so stark, dass letztlich kein vernünftiges Gespräch mehr möglich war.

Aufgrund seiner Äußerung unterstellten die Polizeibeamten vorsätzliches Handeln, weshalb der Regelsatz des Bußgeldkatalogs für Fahren ohne Helm auf 60 Euro verdoppelt wurde. Zudem erwartet den Lenker eine Vorladung zum Verkehrsunterricht.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © re

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