Bundespolizei Freilassing an der A8

Zwei mal Gefängnis und zwei Geldstrafen: Vier gesuchte Personen aus dem Verkehr gezogen

Schwarzbach / Fridolfing - Am Sonntag den 29. November hat die Bundespolizei bei den Grenzkontrollen vier mit Haftbefehlen gesuchte Personen festgenommen. Ein 21-Jähriger war gleich zweimal zur Festnahme ausgeschrieben.

Die Meldung der Bundespolizeiinspektion Freilassing im Wortlaut:


Am Sonntagvormittag überprüften Beamte der Bundespolizei an der Kontrollstelle Schwarzbach an der BAB 8 die Insassen eines Autos mit albanischer Zulassung. Beim Abgleich der Personalien stellten die Fahnder fest, dass die Staatsanwaltschaft Gießen einen der angehaltenen Reisenden suchte. Gegen den 22-jährigen Albaner lag ein Untersuchungshaftbefehl wegen räuberischer Erpressung vor. Aus widersprüchlichen Angaben, die der Mann gegenüber den Beamten über sein Reiseziel und Reisezweck machte, ergab sich zudem der Verdacht der versuchten unerlaubten Einreise. Nach einer Anzeige lieferten ihn die Bundespolizisten in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Knapp drei Stunden später ging den Fahndern der nächste per Haftbefehl Gesuchte ins Netz. Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis suchte die Staatsanwaltschaft München nach einem 36-jährigen Nordmazedonier. Die Bundespolizisten kontrollierten den Mann, als er mit seinem Auto über den Walserberg nach Deutschland einreisen wollte. Der Verurteilte konnte seine Reise erst fortsetzen, nachdem er die Geldstrafe in Höhe von insgesamt 3.670 Euro beglichen hatte.

Für einen 21-jährigen Afghanen endete die Personenkontrolle in Fridolfing weniger erfreulich. Die Überprüfung seiner Personalien durch Beamte der Polizeiinspektion Laufen ergab gleich zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen unerlaubter Einreise sowie ein bestehendes Einreise- und Aufenthaltsverbot.
Weil der Afghane Anfang November den vierten Versuch unternommen hatte, illegal nach Deutschland einzureisen und die Bundespolizei Freilassing daraufhin ein vierjähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot gegen den jungen Mann verhängte, übernahmen die Bundespolizisten die weitere Sachbearbeitung.
Da er nun das fünfte Mal trotz des Einreiseverbots nach Deutschland kam, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Untersuchungshaft angeordnet.
Die Bundespolizisten brachten ihn ins Gefängnis.


Mehr Glück hatte eine 46-jährige Kroatin, die die Beamten am späten Nachmittag an der Kontrollstelle Schwarzbach als Mitfahrerin in einem Auto mit deutscher Zulassung kontrollierten. Wegen Ausübung verbotener Prostitution suchte die Staatsanwaltschaft Passau nach der Frau. Eine Bekannte bezahlte die Geldstrafe in Höhe von 2.500 Euro, sodass die Kroatin die Dienststelle einige Stunden später auf freiem Fuß verlassen konnte.

Die Meldung der Bundespolizei

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