Im Nachtzug von München nach Rom

Mit falschen Papieren auf Reisen

Freilassing - Mit gleich zwei falschen Dokumenten wollte ein ghanaischer Staatsangehöriger seinen legalen Aufenthalt in Deutschland nachweisen, als er am 6. März im Nachtzug von München nach Rom in eine Kontrolle der Polizei geriet.

Der Mann händigte zunächst seinen ordnungsgemäßen ghanaischen Reisepass aus und überreichte darüber hinaus zur Untermauerung seiner Identität den Beamten noch einen italienischen Personalausweis, eine sogenannte Carta di Identita, sowie eine Permesso di Soggiorno (Aufenthaltserlaubnis).Das geschulte Auge des erfahrenen Fahnders erkannte jedoch recht rasch, eine Manipulation an der Identitätskarte in Form eines ausgewechselten Lichtbildes. Auch der italienische Aufenthaltstitel wies einige Ungereimtheiten auf und eine Nachfrage bei den Behörden in Italien bestätigte schließlich, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Totalfälschung handelte. Die Person wurde daraufhin vorläufig festgenommen und zur weiteren Sachbearbeitung an die Ermittlungsgruppe übergeben. Wie sich herausstellte, hielt sich der Betroffene bereits seit Juni 2017 illegal in Hamburg auf. Es wurde ein Vergehen der Urkundenfälschung zur Anzeige gebracht. Nach einer Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde er mit einer Meldeaufforderung zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in München geschickt.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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