Illegale Einreise: Strafanzeige statt Neustart

Freilassing – Mehrere illegal eingereiste Personen hat die Bundespolizei gestoppt. Einer versuchte sogar, die Beamten mit einer neuen Identität auszutricksen.

Die Bundespolizei hat am Dienstag, den 9. Dezember, elf unerlaubt eingereiste Personen in einem Zug von Salzburg nach München festgestellt. Wie sich herausstellte, hatten einige der Ausländer bereits in Ungarn Asyl beantragt. Ein Mann versuchte, mit einer neuen Identität in Deutschland Fuß zu fassen – wofür er nach Erkenntnissen der Bundespolizisten offenbar seine Gründe hatte.

Auf Höhe Freilassing unterzogen Zivilfahnder im Fernreisezug aus Österreich zwei Frauen und neun Männer einer Kontrolle. Keiner der elfköpfigen Gruppe hatte Papiere für den vorgesehenen Aufenthalt in Deutschland dabei. Die sieben kosovarischen und vier irakischen Staatsangehörigen im Alter von 18 bis 51 Jahren mussten daher ihre Zugreise in Richtung bayerischer Landeshauptstadt vorzeitig beenden. Die Beamten fanden heraus, dass vier Kosovaren bereits in diesem Jahr in Ungarn Asyl beantragt hatten. Da sie ein Schutzersuchen stellten wurden sie vorerst zur weiteren Abklärung an die Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in München weitergeleitet. Dorthin konnten sich auch ein Landsmann und die vier Iraker begeben, die ebenfalls um Schutz in der Bundesrepublik nachsuchten.

Zwei Männer aus dem Kosovo müssen das Land hingegen voraussichtlich schon bald wieder verlassen. Der eine zeigte im Verlauf der Gewahrsamnahme kein Interesse an einem weiteren Aufenthalt in Deutschland, der andere hatte schon einmal mit deutschen Behörden zu tun und durfte nicht bleiben. Nachforschungen der Bundespolizei ergaben, dass er unter anderen Personalien in Nordrhein-Westfalen gelebt hatte, allerdings vor vier Jahren aus der Bundesrepublik ausgewiesen wurde. Mit seiner neuen Identität startete der 41-Jährige einen Versuch, in Deutschland leben zu können. Statt eines Neustarts gab es allerdings nun eine Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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