Großschleusung

21 Iraker auf Lkw-Ladefläche eingeschleust

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Freilassing - Am Montagabend nahmen Landes- und Bundespolizei insgesamt 21 Iraker in Gewahrsam, die unerlaubt nach Deutschland eingeschleust wurden.

Nach aktuellem Ermittlungsstand mussten die unerlaubt Eingereisten die Fahrt von der Türkei in Richtung Bundesrepublik auf der Ladefläche eines Lkws zubringen. Offenbar hatte sie ihr Schleuser im deutsch-österreichischen Grenzgebiet ausgesetzt.

In den frühen Morgenstunden trafen Bundespolizisten im Freilassinger Stadtgebiet auf eine zehnköpfige Gruppe. Keiner der Männer konnte sich ausweisen. Sie gaben an, aus dem Irak zu stammen und zwischen 18 und 41 Jahre alt zu sein.

Wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise mussten alle den Fahndern zum Bundespolizeirevier nach Bad Reichenhall folgen. Einige Stunden später stoppten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Piding ebenfalls in Freilassing weitere elf irakische Staatsangehörige. Auch diese hatten keine Papiere dabei.

Wie sich herausstellte, waren beide Gruppen zusammen geschleust worden. Einer der Männer berichtete, dass sie bereits in Istanbul gemeinsam in einem Lkw versteckt worden wären. Der Schlepper hätte für die Fahrt nach Deutschland alleine von ihm 11.500 Dollar verlangt.

Ersten Erkenntnissen zufolge setzte der Lkw-Fahrer die 21 Geschleusten noch in Österreich nahe der Grenze zu Deutschland aus. Zu Fuß erreichte die Gruppe deutsches Staatsgebiet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die Iraker an die Flüchtlingsstelle in München weitergeleitet werden.

Die Ermittlungen gegen den bislang unbekannten Schleuser dauern an.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Rosenheim

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