Gesuchter versteckt sich hinter Wäscheständer

Freilassing - Nicht sehr schlau stellte sich ein 31-jähriger Freilassinger an, als er am vergangenen Freitag gegen Abend Besuch von Beamten der Zivilen Einsatzgruppe bekam.

Der Mann, der mit Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Traunstein gesucht wurde, müsste eigentlich noch zwei Monate wegen Diebstahls „absitzen“, entzog sich bislang jedoch erfolgreich vor der Bestrafung. Aus diesem Grund suchten die Beamten wieder einmal die Wohnung des Mannes auf.

Auf Klingeln wollte die 28-jährige Freundin des Mannes die Türe zunächst nicht öffnen. Erst als ihr angedroht wurde, die Türe öffnen zu lassen, falls sie nicht aufmacht, wurden die Beamten eingelassen. Auf die Frage, ob sich der Freund auch in der Wohnung befinde, wich sie aus und gab an, diesen schon lange nicht mehr gesehen zu haben. Die Beamten ließen sich aber nicht abwimmeln und durchsuchten die Wohnung nach dem Flüchtigen. Der 31-Jährige konnte schließlich im Schlafzimmer, versteckt hinter einem Wäscheständer aufgefunden und widerstandslos festgenommen werden.

Er wurde umgehend in die Justizvollzugsanstalt Traunstein verbracht, wo er nun seine Strafe verbüßt. Auch seine Freundin wird wohl nicht ganz ungeschoren davonkommen. Aufgrund ihrer Lüge musste sie damit rechnen, dass die Beamten den Freund nicht weiter in der Wohnung suchen würden und er sich somit weiter um seine Strafe „drücken“ kann. Sie wurde daher wegen Strafvereitelung zur Anzeige gebracht.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd/Operative Ergänzungsdienste

Rubriklistenbild: © dpa

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