Gesuchter Mann bei Freilassing festgenommen

Vom Zug direkt für 220 Tage ins Gefängnis 

Freilassing - Am Mittwoch haben Bundespolizisten in einem aus Österreich kommenden Zug einen algerischen Staatsangehörigen festgenommen. Gegen den Mann lagen zwei Haftbefehle vor. Außerdem hatte er keine erforderlichen Dokumente für die Einreise nach Deutschland.

In den frühen Morgenstunden haben Freilassinger Bundespolizisten in einem Einreisezug von Salzburg nach München einen 30-jährigen Algerier überprüft. Dabei konnte der Mann keinerlei Ausweisdokumente vorweisen. Er wurde daraufhin wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise nach Deutschland festgenommen und zur Bundespolizeiinspektion nach Freilassing gebracht.

Auf der Dienststelle gab der Mann an, tunesischer Staatsangehöriger zu sein. Beim Abgleich der Fingerabdrücke mit dem Polizeicomputer konnten die Angaben des Festgenommen aber schnell widerlegt werden. Der Mann war bereits schon mehrmals in Deutschland unter seinen echten algerischen Personalien polizeilich in Erscheinung getreten. Außerdem wurde der Algerier von den Staatsanwaltschaften Gießen und Hanau mit Haftbefehlen gesucht. Der 30-Jährige war wegen Diebstahl und Betrug zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.200 Euro verurteilt worden, die er bis jetzt noch nicht beglichen hatte.

Nachdem der Verurteilte seine Strafe auch jetzt nicht bezahlen konnte, wurde er im Anschluss durch die Bundespolizei Freilassing ins Gefängnis nach Bernau am Chiemsee eingeliefert. Hier muss er nun die nächsten 220 Tage ersatzweise seine Haftstrafe absitzen. Zudem erwartet den Mann noch eine Anzeige wegen der versuchten unerlaubten Einreise nach Deutschland.

Pressemitteilung der Bundespolizeirevier Freilassing

Rubriklistenbild: © Bundespolzei

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