Polizeikontrolle in Freilassing 

Schleuser hatten selbst nur Flüchtlingspässe

Freilassing - Die Bundespolizei hat am Samstag zwei Schleuser festgenommen. Die beiden Iraker hatten versucht zwei Landsleute unerlaubt nach Deutschland zu bringen. Ihre Fahrt endete an der Kontrollstelle auf der A8.

Bundespolizisten kontrollierten auf Höhe Freilassing die Insassen eines Pkw mit deutscher Zulassung. Der 27-jährige Fahrer sowie sein ein Jahr jüngerer Beifahrer legten deutsche Flüchtlingspässe vor. Die beiden jungen Männer im Fonds des Wagens dagegen hatten lediglich österreichische Asylkarten dabei.

Sie gaben an, für die Schleusung vom Heimatland bis nach Österreich insgesamt 5.000 Euro gezahlt zu haben. Das Ziel der 15 und 20 Jahre alten Brüder sei von vornherein Deutschland gewesen, wo zwei ihrer insgesamt 14 Geschwister bereits seit einigen Jahren leben.

Schleuser werden strafrechtlich verfolgt

Die beiden mutmaßlichen Schleuser konnten ihre Fahrt aufgrund ihres Wohnsitzes in München nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen fortsetzen. Sie werden sich wegen des versuchten Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen.

Ihre beiden Begleiter erwarten Verfahren wegen unerlaubter Einreise. Die Bundespolizisten leiteten den älteren der beiden an die Münchner Aufnahmestelle für Flüchtlinge weiter. Sein 15-jähriger Bruder wurde der Obhut des Jugendamts anvertraut.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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