40.000 Räder in Freilassing registriert

Freilassing - Jedes Jahr werden tausende Räder gestohlen und viele Fundräder wieder abgegeben. Die Polizei Freilassing registriert Räder, um den Besitzer informieren zu können.

Im Jahr 1995 wurde im Bereich der Bayerischen Polizei eine Fahrraddatei eingerichtet, die der Bevölkerung einen neuen Service anbot. Jeder der an dieser Dienstleistung interessiert ist kann seither sein Fahrrad, egal wann es erworben wurde, registrieren lassen. In diesen Tagen wurde bei der Polizeiinspektion Freilassing das 40.000te Fahrrad registriert.Für die Registrierung wird bei der Polizei ein Formblatt ausgefüllt in welches die Fahrraddaten sowie spezielle Ausstattungsmerkmale eingetragen werden. Bei neu gekauften Rädern können diese Angaben direkt über den Fachhandel als Serviceleistung an die Polizei weitergeleitet werden. Durch eine Unterschrift erklärt man sich damit einverstanden, dass die Daten zum Rad und zum Eigentümer 15 Jahre lang in einer polizeilichen Datei registriert bleiben.

Mit Hilfe der EDV kann später in Sekundenschnelle recherchiert werden. So werden bei polizeilichen Kontrollen der rechtmäßige Besitz des Fahrrades überprüft oder im Einzelfall die bei den Gemeinden gemeldeten Fundräder schnell zugeordnet.

Alleine im Bereich der Polizeiinspektion Freilassing wurden im vergangenen Jahr knapp 300 Fundräder abgegeben und zudem 140 Anzeigen wegen entwendeter Fahrräder erstattet. Fundräder und gestohlene Räder konnten anhand der registrierten Daten mehrfach zugeordnet und dem erfreuten Eigentümer wieder ausgehändigt werden.

Neben dem klassischen Diebstahl kommt es häufig vor, dass Räder nur für eine kurze Strecke „ausgeliehen“ werden und dann im Straßengraben oder am Gartenzaun landen. Mit Hilfe der Registrierung kann hier vielfach der Besitzer umgehend informiert werden. Es macht also Sinn, sein Fahrrad registrieren zu lassen und die Unterlagen für einen möglichen Diebstahl aufzubewahren.

Eines kann diese Fahrraddatei dennoch nicht: Grundsätzlich den Diebstahl verhindern. Der Fahrradeigentümer muss selbst für eine Diebstahlsicherung sorgen. Dies gelingt immer noch am besten damit, dass der Drahtesel mit einem stabilen Fahrradschloss angekettet wird, so dass das Rad, wenn es versperrt ist, auch nicht einfach weggetragen werden kann.

Weitere Tips zum Thema Sicherung von Fahrrädern unter www.polizei-beratung.de

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © dpa

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