A8 in Richtung München

Organisierte Schleusung von zwölf Irakern gestoppt

Freilassing - Am Samstag stoppte die Bundespolizei eine Großschleusung auf der Autobahn. Zwölf Iraker verbrachten die gefährliche Fahrt ungesichert auf der Ladefläche eines Transporters.

Die Bundespolizei hat am Samstag, 2 Mai, auf der A 8 in Richtung München eine organisierte Schleusung aufgedeckt. Auf der Ladefläche eines Transporters stießen die Beamten auf eine zwölfköpfige Gruppe ohne Papiere. Der türkische Fahrer und sein irakischer Beifahrer stehen im Verdacht, die Männer eingeschleust zu haben. Sie befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.

In den frühen Morgenstunden kontrollierten Freilassinger Fahnder nahe der Anschlussstelle Anger die Insassen eines Kastenwagens mit österreichischer Zulassung. Am Steuer saß ein türkischer Staatsangehöriger. Er gab an, seine Papiere zu Hause in Österreich vergessen zu haben. Sein irakischer Freund auf dem Beifahrersitz hatte ebenfalls keinen Pass dabei. Während der Befragung äußerten sie, allein unterwegs zu sein und nur eine kleine Spritztour zu machen. Allerdings entdeckten die Bundespolizisten im Rückraum des Fahrzeugs weitere Personen. Zwölf Männer saßen ungesichert und dicht gedrängt auf der Ladefläche des Kleintransporters. Keiner von ihnen konnte die erforderlichen Einreisepapiere vorweisen. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um irakische Staatsangehörige im Alter von 17 bis 42 Jahren. Alle vierzehn Personen mussten den Beamten zur Dienststelle in Bad Reichenhall folgen. Dort erklärten die unerlaubt Eingereisten, für die organisierte Schleusung aus dem Irak über Ungarn nach Deutschland bis zu 10.000 Dollar pro Person gezahlt zu haben. Ihre Fahrer verstrickten sich in Widersprüche, bestritten jedoch die Vorwürfe.

Auf richterliche Anordnung hin wurden die beiden wegen Schleusungsverdachts in Untersuchungshaft genommen und in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Die Geschleusten konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Flüchtlingsstelle in München zugeleitet werden. Im Rahmen der Ermittlungen stieß die Bundespolizei auf den mutmaßlichen Auftraggeber der lebensgefährlichen Tour von Österreich nach Deutschland. Auch er sitzt mittlerweile hinter Gittern.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © BIP Rosenheim

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