Zufälle gibt es, die gibt es nicht...

Piding - Die Bundespolizei nahm am Donnerstag zwei Schleuser fest. Ihre Geschichte vom "zufälligen Treffen an einem Rastplatz" konnten die Beamten einfach nicht glauben:

Die Bundespolizei hat am Donnerstag, 25. September, zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die beiden Männer hatten sieben syrische Staatsangehörige unerlaubt ins Land gebracht. Ihrer Geschichte vom zufälligen Treffen an einer Raststätte konnten die Bundespolizisten keinen Glauben schenken.

Freilassinger Fahnder kontrollierten auf Höhe Piding die Insassen eines ungarischen Mietwagens. Der 55-jährige Fahrer konnte sich mit seinem ungarischen Reisepass ausweisen. Sein Beifahrer, ein 41 Jahre alter Syrer mit Wohnsitz in Ungarn, hatte ebenfalls gültige Einreisepapiere bei sich. Im Fond des Wagens befanden sich sieben weitere syrische Männer. Sie hatten keine Reisedokumente dabei.

Der Fahrer behauptete, er sei mit seinem Freund zum Autokauf nach Deutschland gefahren. An einer Raststätte nahe Wien hätten sie eine Pause eingelegt. Plötzlich wären die sieben Syrer aufgetaucht und hätten um Mitnahme gebeten. Da sein Beifahrer selbst syrischer Herkunft sei, hätten sie die Gruppe einfach mitgenommen. Geld habe er keines verlangt.

Die Geschleusten gaben demgegenüber an, über einen Mittelsmann aus Ungarn an den Fahrer geraten zu sein. Bis zu 400 Euro hätten sie pro Person für die Fahrt nach Deutschland bezahlen müssen. Die Bundespolizisten nahmen die mutmaßlichen Schleuser fest. Die Geschichte von einem angeblich zufälligen Treffen nahmen sie dem Duo nicht ab. Beide mutmaßlichen Schleuser werden nach Vorführung beim Richter voraussichtlich in Untersuchungshaft bleiben müssen. Sie erwarten Ermittlungsverfahren wegen Einschleusens von Ausländern. Die sieben Fahrgäste äußerten Schutzersuchen und wurden der Flüchtlingsstelle in München zugeleitet.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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