Bundespolizei in Freilassing und Schwarzbach im Einsatz

Fünf Haftbefehle an einem Tag vollstreckt - Schweizer zahlt über  4.000 Euro für Weiterfahrt

Freilassing/Schwarzbach - Die Bundespolizei hat am Dienstag, 16. Juni, an der Kontrollstelle Schwarzbach sowie am Bahnhof Freilassing insgesamt vier mit Haftbefehlen gesuchte Personen, festgenommen. Für zwei von ihnen endete die Reise im Gefängnis, die beiden anderen konnten durch Zahlung einer Geldstrafe ihrer Haftstrafe entgehen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Am Dienstagmorgen stoppten Beamte der Bundespolizei auf der B21 am Grenzübergang Schwarzbach ein Fahrzeug mit polnischer Zulassung.

Der 41-jährige Fahrer wies sich mit einem gültig en polnischen Personalausweis aus. Als die Fahnder die Personalien mit den polizeilichen Fahndungssystemen abglichen, stellten sie fest, dass die Staatsanwaltschaft München nach dem Polen perHaftbefehl wegen Trunkenheit im Verkehr suchte.


Außerdem ermittelten die Beamten, dass der 41-Jährige aktuell nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Da der Pole die geforderte Geldstrafe in Höhe von 2.300 Euro nicht zahlen konnte, lieferten die Bundespolizisten ihn in eine Justizvollzugsanstalt ein, wo er die nächsten 60 Tage absitzen muss. Zudem erwartet den Polen eine Anzeige wegen Führen eines Autos ohne erforderliche Erlaubnis.

Knapp eine Stunde später kontrollierten Beamte der Bundespolizei einen 45-jährigen Ungarn am Bahnhof Freilassing. Die Überprüfung seiner Personalien ergab einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen Erschleichen von Leistungen. Da auch der 45-jährige die Geldstrafe von 220 Euro nicht zahlen konnte, brachten die Polizisten ihn ins Gefängnis.

Für einen 29-jährigen Schweizer kam die Einreise nach Deutschland an der Grenzkontrollstelle Schwarzbach teuer zu stehen. Beim Abgleich seiner Personalien landeten die Fahnder gleich zwei Treffer. Die Staatsanwaltschaft München und Passau suchten per Haftbefehl nach dem Schweizer wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis beziehungsweise Betrug.

Der 29-Jährige beglich die Geldstrafen und entging damit dem Gefängnis. Er durfte mit 4.260 Euro weniger im Geldbeutel seine Weiterreise antreten.

Am Dienstagabend ging den Bundespolizisten in Schwarzbach der nächste Haftbefehl ins Netz. Ein 36-jähriger Kosovare war wegen versuchter Nötigung von der Staatsanwaltschaft Stuttgart ausgeschrieben. Er konnte die geforderten 2.500 Euro zahlen und weiterfahren.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Freilassing

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