Aus "reiner Freundschaft" eingeschleust

Freilassing - Ein reiner "Freundschaftsdienst" endete für einen Kosovaren hinter Gittern. Seine Begleiter wollten längere Zeit illegal in Europa bleiben.

Die Bundespolizei hat am Mittwoch, 19. Juni, einen Kosovaren erst in Traunstein vor Gericht und anschließend ins Gefängnis gebracht. Der Mann aus dem Kosovo wird beschuldigt, zwei Serben über die deutsch-österreichische Grenze eingeschleust zu haben.

Dienstagabend kontrollierten Freilassinger Bundespolizisten auf Höhe Piding die Insassen eines Firmenwagens mit französischen Kennzeichen. Der 37-jährige Fahrer aus dem Kosovo wies sich mit gültigen Papieren aus. Seine Mitfahrer aus Serbien, 34 beziehungsweise 38 Jahre alt, führten hingegen keine Dokumente mit. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der Fahrzeugführer die beiden aus „reiner Freundschaft“ mit dem Pkw von Ungarn aus nach Deutschland gefahren. Nach eigenen Angaben planten die Männer, ohne die notwendigen Papiere für längere Zeit illegal in Europa zu bleiben.

Mit jeweils einer Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise im Gepäck wurden sie nach Österreich zurückgeschoben.

Der kosovarische Staatsangehörige wird sich wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen. Bundespolizisten führten ihn beim Traunsteiner Amtsgericht vor. Der Richter ordnete an, den mutmaßlichen Schleuser in Untersuchungshaft zu nehmen. Bis zu seiner Hauptverhandlung muss er vorerst im Gefängnis bleiben.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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