Bei Schleierfahndung im Zug bei Freilassing ertappt

Arbeitsloser mit bündelweise Scheinen unterwegs - Falschgeld?

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200.000 Euro im Gepäck versteckte ein Reisender von München nach Salzburg

Freilassing - Am 3. Mai um 15 Uhr fanden die Schienenfahnder Traunstein 200.000 Euro Bargeld im Gepäck eines arbeitslosen Iraners fanden. Da die Umstände einige Fragen aufwarfen und der Verdacht der Geldwäsche bestand, leitete das zuständige Zollfahndungsamt ein Verfahren gegen den 28-Jährigen ein.

Im Rahmen der Schleierfahndung kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein Anfang Mai einen in Wien lebenden, arbeitslosen Iraner, der mit dem Reisezug RJ67 von München nach Salzburg unterwegs war. Der Mann konnte sich ordnungsgemäß ausweisen, wirkte jedoch im Laufe der Kontrolle zunehmend nervöser

Darüber hinaus fielen den erfahrenen Fahndern auch hinsichtlich des angegebenen Reisegrundes verschiedene Ungereimtheiten auf, weshalb sie sich entschlossen, das mitgeführte Gepäck des Iraners genauer in Augenschein zu nehmen. Zu ihrer großen Überraschung kam dabei am Boden einer Sporttasche, unter verschiedenen Kleidungsstücken versteckt, ein größeres Bündel Geldscheine zum Vorschein

Den Einlassungen des Kontrollierten zufolge habe er das Geld - exakt 200.000 Euro, verpackt in einer Plastiktüte - bei einem Kurzaufenthalt in München von einer ihm bekannten Person ohne Quittung übernommen. Das kleine Vermögen gehöre ihm und diene einer geplanten Firmengründung in Wien

Da sich die genauen Eigentumsverhältnisse nicht an Ort und Stelle abklären ließen und der Verdacht der Geldwäsche bestand, nahmen die Beamten die Person mit zur Dienststelle in Freilassing. 

In der weiteren Folge wurde die Sachbearbeitung zuständigkeitshalber an die Kollegen des Zollfahndungsamtes Rosenheim übergeben. Diese leiteten ein sogenanntes „Erkenntnis-Gewinnungsverfahren“ in die Wege, um die genaue Herkunft des Geldes abzuklären und auch, ob die 200.000 Euro bereits versteuert wurden. Würde dies nicht der Fall sein, hätte dies eine Na chversteuerung von 30 Prozent der Summe zur Folge. Die Ermittlungen dauern an.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

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