Afghanen mit klaren Reisevorstellungen

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Freilassing - Vorzeitig endete die Reise zweier Afghanen. Obwohl beide in Österreich Asyl beantragt hatten, kam für sie nur Deutschland oder Schweden als Ziel in Frage:

Die Bundespolizei hat am Dienstagabend, den 19. Februar, nahe Freilassing zwei Afghanen in Gewahrsam genommen. Die beiden waren zusammen unerlaubt eingereist. Obwohl sie bereits in Österreich Asyl beantragt hatten, zeigten sie sich fest entschlossen, Deutschland oder Schweden zu erreichen. Fahnder der Bundespolizei unterzogen im Fernreisezug von Salzburg Richtung München zwei junge Männer einer Überprüfung.

Die Kontrollierten sprachen weder Deutsch noch konnten sie sich ausweisen. Daher beendeten die Beamten ihre Reise und nahmen sie mit zur Dienststelle nach Bad Reichenhall. Dort gaben die Festgenommenen an, aus Afghanistan zu stammen und 16 Jahre alt zu sein. Mithilfe der Fingerabdrücke der Festgenommenen fanden die Bundespolizisten heraus, dass das afghanische Duo bereits in Österreich einen Asylantrag gestellt hatte. Ein ärztliches Gutachten belegte im Übrigen, was die Beamten von Anfang an vermuteten: es handelte sich nicht um Minderjährige sondern um erwachsene Personen. Nach eigenen Angaben hatten sie zum Teil mit der Unterstützung von Schleusern die Heimat verlassen, um sich in Deutschland oder Schweden ein neues Leben aufzubauen.

Ihre zwischenzeitliche Reiseunterbrechung in der Nachbarrepublik passte eigenen Angaben zufolge allerdings so gar nicht in ihre Pläne. Die Bundespolizei zeigte die Afghanen wegen des Verdachts der illegalen Einreise an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide auf richterliche Anordnung hin in Haft genommen, um ihre Zurückschiebung nach Österreich sicherzustellen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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