Drogendealer gefasst - 936 Tage Knast

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Freilassing - Auf fast drei Jahre Haft darf sich ein Serbe, der am Donnerstag von der Bundespolizei im Zug aus Salzburg kurz nach der Grenze festgenommen wurde, einstellen.

Am frühen Donnerstagmorgen unterzogen die Bundespolizisten einen serbischen Staatsangehörigen im Fernreisezug nahe Freilassing einer Kontrolle. Mit den Papieren des Mannes war alles in Ordnung. Die Einträge im Fahndungscomputer hatten für den 45-Jährigen allerdings weitreichende Folgen. Wie sich herausstellte, wurde er bereits 1999 vom Landgericht Essen wegen Drogenhandels zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Nachdem er einen Teil der Haft verbüßt hatte, veranlasste die zuständige Ausländerbehörde im Jahr 2002 seine Abschiebung und verhängte ein Einreiseverbot.

Offenbar hielt sich der Mann seither im Ausland auf. Mit seinem Versuch, nun erneut in Deutschland Fuß zu fassen, verstieß er jedoch nicht nur gegen das Verbot wieder einzureisen, sondern sorgte auch selbst dafür, dass die Reststrafe fällig wurde. Die Fahnder verhafteten den Serben noch im Zug und nahmen ihn mit zum Freilassinger Bundespolizeirevier.

Dort musste er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sogleich 300 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise hinterlegen. Im Anschluss brachten ihn die Beamten in die Justizvollzugsanstalt Traunstein, wo er seinen 936-tägigen Gefängnisaufenthalt anzutreten hatte.

Pressemeldung Bundespolzeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © pa

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