12.000 Euro Strafe für Lkw-Fahrer

Freilassing - Ganz schön teuer wurde es für zwei serbische Lkw-Fahrer bei einer Kontrolle auf der B304. Beide Fahrer fuhren seit mehreren Wochen ohne Pause durch ganz Europa.

Nach einer Lkw-Kontrolle auf der B304 mussten am Mittwoch gegen 11.30 Uhr, im Bereich der Gemeinde Ainring, die beiden Fahrer eines rumänischen Sattelzuges eine Zwangspause einlegen.

Die beiden Serben konnten bei der Kontrolle keinerlei Diagrammscheiben, bzw. Arbeitszeitnachweise vorlegen. Aufgrund vorgefundener Unterlagen konnte ihnen nachgewiesen werden, dass sie in den letzten Wochen nahezu ohne Pausen in Europa unterwegs waren.

Ihre illegale Praxis versuchten sie durch fingierte Urlaubsscheine zu vertuschen. Zudem hatten sie ihre Tachoscheiben vernichtet. Ihre letzte Fahrt begann am vergangenen Montag in Salzburg und führte sie nach Südfrankreich. Dort beluden sie am Dienstag ihren Lkw und traten unverzüglich die Rückreise an. Die insgesamt über 2500 km fuhren sie ohne größere Pausen durch.

Das serbische Brüderpaar, 33 und 35 Jahre alt, verfügte auch nicht über die erforderlichen Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse für das Schengengebiet. Da ihre Spedition bereits wiederholt wegen ähnlicher Verstöße aufgefallen war, wurden durch die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Bundesanstalt für den Güterfernverkehr für die Missachtung der ausländer- und arbeitsrechtlichen Vorschriften, sowie diverser Ordnungswidrigkeiten nach dem Fahrpersonalgesetz, Sicherheitsleitungen von insgesamt mehr als 12.000 Euro angeordnet.

Um eine Beschlagnahme des Lkws zu verhindern, hinterlegte ein Beauftragter der Spedition innerhalb einer Stunde den geforderten Betrag bei der Polizei in Freilassing. Ein Ersatzfahrer übernahm anschließend den Sattelzug. Die Serben traten die Heimreise mit dem Zug an.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © dpa

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