Fall Dorena: Weitere Erkenntnisse der Kripo

Traunstein - Am Samstag wurde in einer Traunsteiner Wohnung der Leichnam der 28-jährigen Dorena Weber gefunden. Die Kripo hat jetzt weitere Erkenntnisse in diesem Fall.

Die Untersuchungen der Rechtsmediziner haben bislang noch kein eindeutiges Ergebnis zur Todesursache erbracht. Wie bereits erwähnt, befand sich der Leichnam in einem sehr fortgeschrittenen Verwesungszustand, was die wissenschaftlichen Untersuchungen sehr erschwert. Möglicherweise werden sich diese Untersuchungen noch etliche Tage hinziehen.

Bislang gingen bei der Kripo in Traunstein etwa 25 Hinweise ein, die sich zumeist auf den Zeitraum vor dem Verschwinden der Frau Weber beziehen. Sämtlichen Hinweisen gehen die Ermittler in den folgenden Tagen aber genauestens nach.

Das soziale Umfeld der Frau Weber und die Lebensumstände wurden von den Kripobeamten zwischenzeitlich beleuchtet. Demnach hatte die Frau über Jahre hinweg Drogen- und Alkoholprobleme und verkehrte demzufolge auch in diesem Milieu. Die Kontakte zu ihren Angehörigen waren abgebrochen.

Gefunden wurde der Leichnam erst nach vielen Monaten Liegezeit – und das trotz der entstandenen Geruchsbelästigung aus der Wohnung. Die Tote war in einem Schrank abgelegt worden, der inmitten der stark vermüllten und verwahrlosten Wohnung nicht auffallend war. Und weil Müll, Lebensmittelreste und Hundekot für die Geruchsbelästigung in der Wohnung mitverantwortlich waren, konnte man beim Betreten auch nicht auf menschlichen Verwesungsgeruch schließen. So ist es zu erklären, dass der Wohnungseigentümer erst am dritten Tag der Räumarbeiten die Tote fand.

Zwischenzeitlich wurde auch der vermutlich letzte Lebensgefährte der Toten ausfindig gemacht. Der Mann war, wohl weil die Beziehung zerbrochen war, zurück nach Thüringen verzogen und wurde dort als Zeuge vernommen. Es gibt aber keine Beweise dafür, dass er mit dem Tod seiner Lebenspartnerin etwas zu tun hat.

Behörden und Polizei waren seit dem Verschwinden der Frau Weber im letzten Jahr nicht in der Wohnung. Denn bis zum Zeitpunkt des Leichenfundes gab es keine Hinweise darauf, dass der Frau etwas zugestossen sein könnte. So konnten auch keine Suchmaßnahmen eingeleitet werden.

Die Hunde der Frau Weber wurden nach ihrem Verschwinden vom Wohnungseigentümer zunächst gefüttert und später aus der Wohnung geholt. Sie kamen in ein Tierheim.

Hinweise, die in diesem Fall gegeben werden möchten, nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Traunstein weiterhin unter der Telefonnummer 0861 / 9873419 entgegen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Kripo Traunstein

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