Explosion: Drogenexperimente waren schuld

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Bad Reichenhall - Die Ursache für die Explosion mit vier Schwerverletzten konnte jetzt geklärt werden. Ein Drogenexperiment der Beteiligten war offensichtlich schief gegangen.

Zwischenzeitlich konnte aufgrund der Ermittlungsergebnisse der Kripo Traunstein und den Feststellungen eines Gutachters des Bayerischen Landeskriminalamtes der Unfallhergang rekonstruiert werden. Demnach hatten die drei bei der Explosion schwerverletzten Männer zuvor mit Marihuanaprodukten experimentiert.

Dabei kamen auch mehrere Butangas-Kartuschen, eigentlich gedacht zum Nachfüllen von Feuerzeugen, zweckentfremdet zum Einsatz. Durch das ausströmende Gas erhöhte sich offensichtlich die Konzentration in der Luft soweit, dass ein Funken zur Detonation führte.

Was als ungewollter Zünder gewirkt hat, ist nicht geklärt. Eine Funkenbildung durch ein elektrisches Haushaltsgerät wäre denkbar. Die 19-jährige Wohnungsinhaberin war offensichtlich bei diesen Manipulationen nicht direkt dabei und kam dadurch mit leichteren Verletzungen davon. Vier Personen, im Alter von 18 bis 22 Jahren, die sich gerade in der Wohnung aufhielten, wurden dabei verletzt, davon drei junge Männer schwer. Sie mussten mit Verbrennungen und Rauchgasvergiftungen mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. Eine 19-jährige Frau kam mit einer Rauchgasvergiftung mit dem Rettungswagen in eine umliegende Klinik zur ärztlichen Behandlung.

Durch die Wucht der Explosion wurde ein Zwischenmauer zum Einsturz gebracht, Fensterscheiben wurden nach außen gedrückt. Ein vor dem Haus stehendes Fahrzeug wurde beschädigt. Die Rettungskräfte waren sehr schnell vor Ort. Die Feuerwehr rückte mit 70 Mann an, löschte das Feuer und sperrte den Unglücksort ab. Das BRK war mit 45 Sanitäter und sechs Notärzten, sowie der MHD mit einer Besatzung, ein Rettungshubschrauber, sowie zwanzig Polizeibeamte und Hilfskräfte vom THW, vor Ort.

Die Kripo Traunstein ermittelt wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und der fahrlässigen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Die 21- und 22-jährigen Pidinger und der 20-Jährige aus Sachsen-Anhalt sind schwerverletzt und befinden sich teils noch in kritischem Gesundheitszustand. Die 19-jährige Wohnungsinhaberin konnte zwischenzeitlich aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser