Einschleusung verhindert

Piding - Fahnder der Bundespolizei Freilassing haben am Dienstag auf der A8 zwischen Salzburg und München die Pläne eines mutmaßlichen Schleusers durchkreuzt.

Der 48-Jährige beförderte mit einem Pkw vier Kosovaren und einen Serben. Auf Höhe Piding fand die Fahrt mit der polizeilichen Kontrolle aller Insassen ein unvermitteltes Ende. Während sich der Fahrer mit einer schweizerischen Identitätskarte ausweisen konnte, hatten seine Begleiter weder Ausweise noch Aufenthaltsgenehmigungen für Deutschland dabei.

Den Schweizer nahmen die Beamten wegen des Verdachts der Einschleusung, die 22- bis 36-jährigen Mitfahrer wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise fest. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei mussten die Männer jeweils zwischen 1800 und 3200 Euro für ihre Schleusung zahlen.

Die kosovarischen Staatsangehörigen wurden wegen ihrer illegalen Einreisen angezeigt und nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen nach Österreich zurückgeschoben. Der Serbe erhielt eine entsprechende Strafanzeige, wurde aber auf richterliche Anordnung hin in Haft genommen, um seine Zurückschiebung nach Österreich sicherzustellen. Den Ermittlungen zufolge hatte er dort bereits Asyl beantragt. Wegen Einschleusens von Ausländern muss sich der Schweizer strafrechtlich verantworten. Er wurde beim zuständigen Amtsgericht in Bad Reichenhall vorgeführt. Der Richter ordnete die Untersuchungshaft an.

Pressemeldung Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser