Einreiseverbot missachtet – Bewährungsstrafe

Piding - Bei einer Fahrzeugkontrolle auf der A8 konnte keiner der aus Montenegro stammenden Insassen ein gültiges Visum vorweisen. Wie sich herausstellte, durften sie gar nicht nach Deutschland einreisen.

Am Montag kontrollierten Fahnder der Freilassinger Bundespolizei die Insassen eines Fahrzeugs auf der A 8 bei Piding. Wie sich herausstellte, konnte keiner der aus Montenegro stammenden Personen ein gültiges Visum vorweisen. Eine Überprüfung im Polizeicomputer ergab außerdem, dass sie gar nicht erst nach Deutschland hätten reisen dürfen. Ausländerbehörden hatten gegen sie Einreiseverbote verhängt. Der 29-jährige Beifahrer wurde ferner vom Amtsgericht Herford mit Haftbefehl gesucht. Er hatte eine Freiheitsstrafe in Höhe von 275 Tagen wegen mehrerer Diebstahlsfälle zu verbüßen. Die Bundespolizisten nahmen die Montenegriner vorläufig fest und zeigten sie wegen unerlaubter Einreise an.

Die Staatsanwaltschaft beantragte für die beiden Männer die Durchführung eines sogenannten „beschleunigten Verfahrens“. Am Amtsgericht in Traunstein kassierten sie nur einen Tag später ihre auf drei Jahre ausgesetzten Bewährungsstrafen. Der 42-jährige Fahrer wurde noch am Nachmittag nach Österreich zurückgeschoben. Sein jüngerer Begleiter dagegen musste seine noch offene Freiheitsstrafe in der Haftanstalt Bad Reichenhall antreten.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser