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Trotz sofortiger Wiederbelebung

Dramatischer Motorradunfall auf der Roßfeldstraße fordert einen Toten und zwei Schwerverletzte

Biker verunglücken auf der Roßfeldstraße
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Biker verunglücken auf der Roßfeldstraße

Berchtesgaden - Auf der Roßfeldstraße kam es am Mittwochnachmittag zu einem schweren Motorradunfall. Für einen 57-jährigen Franzosen kam jede Hilfe zu spät, ein Paar aus dem Kreis Ahrweiler erlitt schwerste Verletzungen, wie die Polizei berichtet.

Einsatzbericht des BRK

Am frühen Mittwochnachmittag hat sich gegen 14.15 Uhr auf der Purtschellerstraße (B 999) im Bereich der Unteren Ahornalm ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Motorrädern ereignet, wobei ein Motorradfahrer ums Leben kam und zwei weitere nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes schwer und mittelschwer verletzt wurden.

Den bisherigen Ermittlungen der Berchtesgadener Polizei zufolge fuhr ein 57-jähriger Franzose mit seinem Yamaha-Motorrad in einer rund 20-köpfigen französischen Reisegruppe auf der Roßfeldpanoramastraße talwärts in Richtung Mautstelle Süd, als er in einer leichten Rechtskurve nach links auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort stieß er mit einer 40-jährigen Frau und einem 48-jährigen Mann aus Rheinland-Pfalz zusammen, die ebenfalls auf dem Motorrad unterwegs waren. Der Franzose wurde bei dem Zusammenstoß so schwer verletzt, dass er leblos auf der Straße liegen blieb. Nachfolgende Motorradfahrer begannen sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen und setzten einen Notruf ab.

Die Integrierte Leitstelle Traunstein schickte daraufhin ein Großaufgebot des Roten Kreuzes zum Unfallort, darunter drei Rettungswagen aus Berchtesgaden und Teisendorf, ein Krankenwagen aus Berchtesgaden, der Leitende Notarzt (LNA) und zwei weitere Notärzte aus Berchtesgaden, der Organisatorische Leiter, der Einsatzleiter Rettungsdienst, die Sanitätseinsatzleitung mit Unterstützungsgruppe und der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“.

Die einzelnen Rettungsteams übernahmen die von den Ersthelfern begonnenen Wiederbelebungsversuche des Franzosen und kümmerten sich um die schwer verletzte Frau sowie den mittelschwer verletzten Mann. Nach notfallmedizinischer Erstversorgung durch Notarzt, Notfall- und Rettungssanitäter wurde die Frau im Rettungswagen hinauf zum Ahornkaser transportiert, wo sie in „Christoph 14“ umgeladen und zum Klinikum Traunstein geflogen wurde. Eine weitere Rettungswagen-Besatzung versorgte den mittelschwer verletzten Mann und brachte ihn in den Schockraum der Kreisklinik Bad Reichenhall. Trotz langen und intensiven Wiederbelebungsversuchen der Notärzte und Sanitäter erlag der 57-jährige Franzose noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Die rund 30 Einsatzkräfte der ebenfalls alarmierten Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden mit Löschzug Au sicherten die Unfallstelle ab, stellten den Brandschutz sicher und halfen bei der Patientenversorgung. Beamte der Berchtesgadener Polizei ermitteln nun den genauen Hergang. Zur abschließenden Klärung ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein ein unfallanalytisches und unfalltechnisches Gutachten an. Die Motorräder waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden, wobei nach Schätzungen ein Sachschaden im unteren fünfstelligen Bereich entstand. Die B 999 war von der Mautstelle Süd bis Ahornkaser während des Einsatzes über mehrere Stunden gesperrt.

Noch während die Rettungsarbeiten liefen, forderte die Sanitätseinsatzleitung für die Betroffenen und Ersthelfer den Kriseninterventionsdienst (KID) des Malteser Hilfsdienstes (MHD) und des Roten Kreuzes aus dem Berchtesgadener Land und aus dem Landkreis Traunstein nach. Im Feuerwehrhaus Berchtesgaden wurde eine Betreuungsstelle für die Reisegruppe eingerichtet. Die ebenfalls nachgeforderten Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) Betreuung der Malteser und des Roten Kreuzes versorgten sie dort mit Essen und Getränken. Die UGSanEL übernahm zwischenzeitlich die Registrierung aller Beteiligten.

Da die Einsatzkräfte bei der rein Französisch sprechenden Reisegruppe teilweise vor einer unüberwindbaren Sprachbarriere standen, stellte sich dankbarerweise eine Französischlehrerin eines ortsansässigen Gymnasiums als Dolmetscherin zur Verfügung. Gegen 19.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Am Mittwoch, 10. August, um 14.15 Uhr, ereignete sich auf der Roßfeldstraße B999 in Berchtesgaden ein schwerer Verkehrsunfall.

Ein 57-jähriger Franzose war mit einer Reisegruppe von insgesamt 19 Motorradfahrern unterwegs. Er befuhr mit seinem Kraftrad, Yamaha, die Roßfeldstraße auf der Südseite talwärts, aus Richtung Ahornkaser kommend. Im Bereich der Ahornalmen geriet er aus bislang unbekannter Ursache in einer leichten Rechtskurve nach links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit zwei entgegenkommenden Motorradfahrern, die in Richtung Roßfeld unterwegs waren.

Bei dem Zusammenprall wurde er so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle, trotz einer längeren Reanimation durch die Rettungskräfte und dem Notarzt, an seinen Verletzungen erlag.

Die beiden entgegenkommenden Motorradfahrer aus dem Landkreis Ahrweiler erlitten ebenfalls schwerste Verletzungen und wurden mit dem Rettungswagen sowie mit dem Rettungshubschrauber in umliegende Krankenhäuser verbracht.

Für die weitere Unfallsachbearbeitung wurde ein Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Traunstein hinzugezogen. Dieser ordnete ein unfallanalytisches sowie technisches Gutachten an. Die Krafträder wurden bei dem Zusammenstoß erheblich beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit. Es entstand ein Sachschaden im unteren fünfstelligen Bereich.

Zahlreiche Rettungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie Polizei und Abschleppdienst waren vor Ort. Für die Dauer des gesamten Einsatzes wurde die Roßfeldstraße, von der Mautstelle Süd bis zum Ahornkaser, über mehrere Stunden, komplett gesperrt.

Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Pressemitteilung Polizei Berchtesgaden

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