Dummheit schützt vor Strafe nicht

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Bad Reichenhall - Ein Kroate wollte bei der Bundespolizei eigentlich nur ein sichergestelltes Auto für einen Verwandten abholen. Das ging allerdings gründlich schief:

Anstelle mit dem Wagen zurück in die Heimat zu fahren, musste der Mann mit einem deutschen Gefängnis Bekanntschaft machen. Die Bundespolizei hatte bereits am Dienstag zwei kroatische Staatsangehörige auf der A 8 bei Piding festgenommen. Sie werden verdächtigt, zwei Serben eingeschleust zu haben. Der 22- und der 24-Jährige befinden sich seit Mittwoch auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft.

Ihre Mitfahrer aus Serbien wurden nach Österreich zurückgeschoben. Zwei Tage später erschien ein naher Verwandter von einem der beiden Inhaftierten bei der Bundespolizei in Bad Reichenhall. Er gab an, das sichergestellte Auto abholen zu wollen.

Mit dem Spürsinn der Bundespolizisten für kriminelle Machenschaften hatte der 43-Jährige aber offenbar nicht gerechnet. Schnell fanden die Beamten heraus, dass er als Mitorganisator und Hintermann der Schleusung in Frage kommt. Nach Rücksprache mit der Traunsteiner Staatsanwaltschaft wurde der kroatische Fahrzeugabholer im Bundespolizeirevier festgenommen und in Bad Reichenhall dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an. Der mutmaßliche Drahtzieher wurde in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim eingeliefert. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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