Fingerabdrücke überführen Namenswechsler

Piding - Schleierfahndern ist es gelungen, ein serbisches Paar dingfest zu machen, das ihre Namen ständig änderte. Nur ein Fingerabdrucktest konnte sie überführen.

Was macht Mann oder Frau, wenn der Name auf der Fahndungsliste steht? Man ändert seinen Namen und damit seine Identität. Nicht zum ersten Mal stellten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein – im konkreten Fall bei einem serbischen Ehepaar - fest, dass sich Personen, die aktuell mit Suchvermerken im Polizeicomputer gespeichert waren, mit der mehr oder weniger legalen Änderung ihrer Personalien dem Zugriff deutscher Behörden entziehen wollen.

Anhand vorliegender Lichtbilder sowie eines Fingerabdruckschnellabgleichs überführten die Pidinger Schleierfahnder das Ehepaar. Es stellte sich heraus, dass die Ex-Jugoslawen im Jahr 2003 in ihre damalige Heimat abgeschoben und sie vor knapp zwei Jahren durch die Bundespolizei nach Dänemark - dort hatten sie Asylbeantragt - zurückgeschoben wurden. Die Serben hielten sich damals mit einem nicht schengenkonformen Identitätsdokument illegal in Schleswig-Holstein auf.

Trotz der quasi 2-fach unbefristet wirksamen Einreisesperren befand sich die Familie in Begleitung ihrer Kinder auf der Durchreise in Richtung Schweiz. Wegen Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz wurde sowohl das 35-jährige Familienoberhaupt, als auch seine Gemahlin im Alter von 30 Jahren, zur Anzeige gebracht. Aufenthaltsbeendende Maßnahmen werden derzeit durch das Ausländeramt BGL noch geprüft.

Aufgeflogen waren die „Namenswechsler“ anlässlich der Insassenüberprüfung eines serbischen Fernreisebusses am Mittwochvormittag an der Autobahnausfahrt Piding-Nord. Dem Ehemann kamen die Schleierfahnder trotz geänderter Namensbestandteile noch relativ leicht mittels Recherche im Polizeicomputer auf die Schliche.

Im Falle der Frau brachte erst der Abgleich ihrer Fingerabdrücke beim Bundeskriminalamt Gewissheit. Die geplante Reise in die Schweiz war somit zu Ende. Zur weiteren Sachbearbeitung wurde die gesamte Familie zur Dienststelle der Fahnder verbracht. Das Ausländeramt wurde telefonisch informiert und um eine Entscheidung über das weitere Vorgehen im ausländerrechtlichem Sinn gebeten.

Pressemitteilung Polizeistation Fahndung

Rubriklistenbild: © dpa

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