Streifengänge im Stadtgebiet

Sicherheitswacht Freilassing tritt Dienst an

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Die Sicherheitswacht Freilassing tritt ab 1. März ihren Dienst an.

Freilassing - Zwei Frauen und fünf Männer haben ihre Ausbildung für die Sicherheitswacht erfolgreich abgeschlossen. So sollen sie am dem 1. März der Polizei unter die Arme greifen:

Nach einem guten halben Jahr Vorbereitung nimmt zum 1. März die Sicherheitswacht Freilassing ihre Tätigkeit auf. Nachdem auf Antrag des Freilassinger Stadtrates zur Einführung einer Sicherheitswacht das Bayerische Innenministerium im Juli 2013 grünes Licht gab, wurde bei der Polizeiinspektion Freilassing intensiv mit der Personalwerbung begonnen. Bereits im Oktober konnten im Rahmen von Auswahlgesprächen sieben Bewerberinnen und Bewerber in die Sicherheitswacht Freilassing aufgenommen werden. Nach 40-stündiger Ausbildung in den Bereichen Recht und Einschreitverhalten, einem erfolgreichem Prüfungsgespräch sowie der örtlicher Einweisung geht es nun in den Echtbetrieb.

Am Dienstag, den 25. Februar, wurden die Ehrenamtlichen vom Ersten Bürgermeister der Stadt Freilassing, Josef Flatscher, begrüßt und gemeinsam mit dem Leiter der Polizeiinspektion Freilassing, EPHK Gerhard Meier, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die zwei Frauen und fünf Männer im Alter von 28 bis 65 Jahren, überwiegend noch berufstätig, sollen, praktisch als verlängerter Arm der Polizei, durch ihre Streifengänge im Stadtgebiet für eine Stärkung des Sicherheitsempfindens sorgen und als Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger dienen. Dabei sind es nicht nur Freilassinger, die sich für eine Tätigkeit in der Sicherheitswacht entschieden haben - die Mitglieder kommen auch aus Anger, Ainring und Saaldorf.

Einheitlichkeit besteht bei den Beweggründen für ihre Bewerbung: Sie wollen Mitverantwortung für die öffentliche Sicherheit übernehmen und dabei ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten. Fast alle Sicherheitswächter sind noch in anderen Bereichen, ob in Sportvereinen oder etwa der Hospizarbeit, ehrenamtlich tätig.

Wie Erster Bürgermeister und Inspektionsleiter betonen, ist die öffentliche Sicherheit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der die Polizei nicht allein auf sich gestellt bleiben darf. Um so anerkennenswerter erscheint deshalb das Engagement der Sicherheitswächter, die nur für eine geringe Aufwandsentschädigung ihren Dienst verrichten. Unisono wird von den beiden Behördenvertretern festgestellt, dass bei der Entscheidung zur Beantragung der Sicherheitswacht in Freilassing die Sicherheitslage eine Rolle gespielt hat. Gerade weil es keine markanten Sicherheitsprobleme im Stadtgebiet gibt, wird der angebotene „Service“ der Polizei zu einer weiteren Verbesserung des Sicherheitsgefühls in Anspruch genommen. Die Sicherheitswacht unterstützt die Polizei im Rahmen des Konzeptes „Prävention durch Präsenz“ dort wo Sicherheitsstörungen drohen, aber noch keine konkreten Gefahren erkennbar sind. Die Polizei bleibt auch weiterhin für die Verbrechensbekämpfung verantwortlich. Verbrechensvorbeugung, also Prävention, wird als Aufgabe der Gesellschaft gesehen. In diesem Bereich soll deshalb die Sicherheitswacht fast ausschließlich tätig werden. Das Sicherheitswachtgesetz sieht für die Gefahrenabwehr entsprechende Befugnisse, wie die Identitätsfeststellung, die Prüfung von Ausweispapieren oder den Platzverweis, vor. Zu Fuß auf Streife und an einer blauen Einsatzjacke bzw. einer Armbinde erkennbar, sollen die Sicherheitswächter eine Art kommunikative Brücke zwischen der Polizei und der Bevölkerung bilden.

Erstmalig wird eine Streife der Sicherheitswacht am Mittwoch, 5. März, auf dem Freilassinger Wochenmarkt vertreten sein. Die neuen Mitstreiter im Bereich Sicherheit freuen sich schon auf ihre Tätigkeit und wünschen sich viele gute Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing/Stadt Freilassing

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