Ein Computer vergisst nicht!

Piding - Ein unbefristetes Einreiseverbot ist auch heute noch gültig - auch wenn es fast 40 Jahre zurückliegt. Diese Erfahrung hat ein Mazedonier am Donnerstag machen müssen.

Unbefristet heißt auch „für immer!" - diese Erfahrung musste ein mittlerweile 67-jähriger Rentner aus Mazedonien anlässlich einer Kontrolle durch Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein am frühen Donnerstagmorgen machen. Für den Busreisenden war im Fahndungscomputer eine nach wie vor gültige Ausweisungsverfügung aus dem Jahre 1972 gespeichert. Wegen unerlaubter Wiedereinreise wurde der gebürtige Jugoslawe zur Anzeige gebracht. Seinen geplanten Deutschlandbesuch durfte er stornieren und die Heimreise antreten.

Für zwei weitere Businsassen war ebenfalls an der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord Endstation. Auch sie waren zum Verlassen des Busses durch die Schleierfahnder aufgefordert worden. Die ertappten Mazedonier im Alter von 33 und 46 Jahren hatten genau wie im ersten Fall ein rechtswirksames Einreiseverbot missachtet.

Nach vorläufiger Festnahme und Anzeigenaufnahme mussten beide ansonsten ordnungsgemäß ausgewiesene Männer umgehend das Bundesgebiet wieder verlassen. Gegen den Jüngeren hatte das Kölner Ausländeramt Mitte 1992 eine dauerhafte Einreisesperre verhängt. Der Ältere - zugleich einer von drei Busfahrern – musste wegen einer sieben Jahre alten Ausweisung einer thüringischen Kreisverwaltungsbehörde seinen Arbeitsplatz räumen.

Nachdem sich die Sitzreihen gelichtet hatten, durfte der Bus die lange Fahrt vom Balkan in Richtung Düsseldorf fortsetzen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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