Ungarn in Untersuchungshaft:

Wochenende endet im Gefängnis

Bad Reichenhall – Für zwei Ungarn endete das Wochenende im Gefängnis. Sie stehen im Verdacht, einigen Kosovaren die illegale Einreise nach Deutschland ermöglicht zu haben.

Die Bundespolizei hat am Sonntag, den 9. Februar, zwei Ungarn in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall gebracht. Sie werden beschuldigt drei Männern die illegale Einreise ermöglicht zu haben. Die Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern dauern an.

Nahe der Anschlussstelle Piding zogen Bundespolizisten einen Wagen mit ungarischen Kennzeichen aus dem Verkehr. Im Auto saßen fünf Männer. Fahrer und Beifahrer, 40 und 35 Jahre alt, konnten sich mit ungarischen Papieren ordnungsgemäß ausweisen. Auch ihre Begleiter hatten verschiedene Dokumente dabei, dennoch wurden sie wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise vorläufig festgenommen. Die beiden kosovarischen Staatsangehörigen und der Serbe verfügten nämlich nicht über die erforderlichen Aufenthaltsgenehmigungen für die Bundesrepublik.

Einer der beiden Kosovaren hätte zudem laut Polizeicomputer wegen eines Verbots ungarischer Behörden gar nicht erst in den Schengen-Raum reisen dürfen. Wie sich außerdem herausstellte, hatte das Ausländeramt in Stuttgart gegen den Serben eine Einreisesperre verhängt.

Die drei unerlaubt Eingereisten im Alter von 25, 26 und 35 Jahren hatten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen das Land mit einer Strafanzeige im Gepäck wieder zu verlassen. Ihre ungarischen Gefährten hingegen durften mit dem Gefängnis in Bad Reichenhall Bekanntschaft machen. Auf richterliche Anordnung hin mussten sie dort die Untersuchungshaft antreten. Die Bundespolizei geht bislang davon aus, dass die zwei als Schleuser tätig geworden sind.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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