Bundespolizei kassiert ab – Zoll ermittelt

Piding/Bad Reichenhall - Ein Belgier, der wegen eines Drogenvergehens gesucht wurde, wurde bei einer Kontrolle mit Drogen gefunden.

Die Bundespolizei hat Samstagnacht (18. Februar) die Autofahrt mehrerer Belgier auf der A 8 bei Piding unterbrochen. Gegen einen von ihnen lag ein Haftbefehl vor. Schon bald nach der Kontrolle nahmen die Fahnder jedoch alle vier vorläufig fest. Die Überprüfung der Männer auf der Autobahn Salzburg – München ergab, dass einer wegen eines früheren Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gesucht wurde. Laut Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Würzburg hatte der 24-Jährige einschließlich Verfahrenskosten eine Geldstrafe in Höhe von rund 500 Euro zu bezahlen. Offenbar hat er aber nichts aus seiner Verurteilung im Jahr 2007 gelernt. Die Bundespolizisten durchsuchten den Mann und fanden bei ihm geringe Mengen an Kokain und Marihuana. Bei der Durchsuchung seiner Begleiter im Alter von 24, 25 und 31 Jahren sowie des Reisegepäcks kamen auch noch weitere Gramm Kokain, Marihuana und Amphetamine zum Vorschein. Die belgischen Staatsangehörigen wurden wegen Drogenbesitzes angezeigt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft musste der mit Haftbefehl Gesuchte 1.000 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren hinterlegen. Einer seiner Landsleute hatte weitere 600 Euro als Sicherheitsleitung zu zahlen. Um insgesamt 2.100 Euro „erleichtert“ konnte die Reisegruppe die Dienststelle der Bundespolizei in Bad Reichenhall wieder verlassen. Das Zollfahndungsamt München hat die Ermittlungen übernommen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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