Immer mehr Bettler in der Fußgängerzone

Freilassing - Seit Anfang Februar wurde durch die Polizei festgestellt, dass sich vermehrt Bettler in der Fußgängerzone aufhalten.

Durch eine Satzung der Stadt Freilassing ist seit dem Jahr 2005 das Betteln im Innenstadtbereich verboten und auch mit einem Bußgeld sanktioniert. Einem Bettler konnten somit 20 Euro, einem anderen 10 Euro abgenommen werden und bei einem dritten Bettler waren die Taschen leer.

Platzverweise wurden gegen alle Bettler ausgesprochen. Die Geschäftleute der Innenstadt und das WIFO beklagten in einem Gespräch bei er Polizei schon vor Weihnachten, dass sich vermehrt Bettler im Stadtkern aufhalten und die Kunden belästigen. Teilweise seien die Bettler sehr aufdringlich. Der Einzelhandel empfindet diese Situation als eine Beeinträchtigung und sogar geschäftschädigend.

Wie die Polizei festgestellt hat, ist die Bettelei großteils organisiert. Kleinbusse bringen die Leute, die größtenteils aus osteuropäischen Ländern stammen, in die Stadt, um ihnen im Nachhinein das Geld abzunehmen. Die Polizei Freilassing bittet alle Besucher und Kunden um Unterstützung, dass dieses geschäftsschädigende Unwesen beseitigt werden kann. Melden sie jeden Bettler, der vor einem Geschäft oder neben einem Laden sitzt, wir kümmern uns darum. Nur ständiges Aufspüren und Vertreiben kann dieses lästige Phänomen beseitigen. Die Einzelhandelsgeschäfte der Innenstadt werden es ihnen danken.

In diesem Zusammenhang viel ein bereits amtsbekannter Bettler, der Anfang der Woche schon kontrolliert wurde, am Freitag gegen 9.25 Uhr einer Fußstreife an der Post in der Münchener Straße auf. Er hatte gerade eine Auslandüberweisung getätigt und den Beleg noch in der Hand. Freiwillig zeigt er ihn vor und daraus ging hervor, dass er 340 Euro an seine Frau überwiesen hatte. Auf die Frage, woher er das Geld habe, sagte er, dass er es beim Musizieren und Betteln in Salzburg bekommen habe. Offensichtlich, wie man sieht, lohnt sich das Betteln doch.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © pa

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