Betrunkener Raser leistet Widerstand

Teisendorf - Ein Raser wurde am Mittwoch von einer Motorradstreife auf der B304 angehalten. Da der Fahrer stark nach Alkohol roch, wollten die Beamten eine Blutentnahme anordnen. Allerdings hatte der Mann etwas dagegen.

Am 15.09.2010 gegen 14.55 Uhr wurde von einer Motorradstreife der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein auf der Bundesstraße 304 ein Pkw Ford festgestellt, der ohne jegliche angebrachte Kennzeichen mit stark überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Teisendorf fuhr.

Auf Höhe des Gewerbegebiets Tragmoos konnte der Pkw dann von der Motorradstreife angehalten werden. Im Fahrzeug wurde dann ein ca. 40 jährige Fahrzeuglenker festgestellt, mit dem eine Verständigung nur in englischer Sprache möglich war, der stark nach Alkohol roch und der von Anfang an, sehr aggressiv gegenüber dem Polizeibeamten auftrat. Auch weigerte sich der Kontrollierte beharrlich, seine Personalien anzugeben.

Da der Motorradbeamte sofort erkannte, dass sich die Aggressivität des Kontrollierten vermutlich noch steigern würde, wurden von diesem noch weitere Polizeikräfte zur Unterstützung angefordert. Diese Unterstützungskräfte trafen wenige Minuten später an der Kontrollörtlichkeit ein.

Da sich auf Grund des festgestellten Alkoholgeruchs der Verdacht einer Verkehrsstraftat ergab wurde dem Kontrollierten eröffnet, dass er nach Traunstein zu einer Blutentnahme verbracht werden müsse. Zuvor war die Blutentnahme telefonisch von einem Richter angeordnet worden.

Obwohl der Mann weiterhin sehr aggressiv war und die anwesenden Beamten mit heftigen Beleidigungsausdrücken in englischer Straße bedachte, gelang es diesen ohne ein Handgemenge Handschellen anzulegen und auf den Rücksitz eines Dienst-Pkw zu setzten.

Hier steigerte sich die Aggressivität des Mannes jedoch erneut und gipfelte darin, dass der Mann mit beiden Beinen und mit seinem Kopf, mit großer Wucht, gegen die Innenverkleidung der Dienstwagentür schlug bzw. stieß, um aus dem Dienstwagen zu gelangen.

Als Folge dessen musste der Randalierer in einen größeren Dienst-Pkw verbracht werden um die Fahrt nach Traunstein antreten zu können.

In Traunstein angekommen kam es noch zu einem Zwischenfall, als der Randalierer, obwohl er die Hände auf den Rücken gefesselt hatte und angeschnallt war zu einem Kopfstoß auf den ihm gegenübersitzenden Polizeibeamten ansetzte. Der Beamte konnte noch im letzten Moment diesem Kopfstoß ausweichen und der Widerstand des Mannes wurde durch die Anwendung von unmittelbarem Zwang durch die Polizeibeamten gebrochen.

Im Klinikum Traunstein angekommen wurde dann die Blutentnahme bei dem Trunkenheitsfahrer unter erheblichen polizeilichen Kräfteeinsatz und Zeitaufwand und unter erschwerten Bedingungen durchgeführt. Dass Blutentnahmen in solchen Extremfällen ohne die couragierte Mithilfe des Klinikpersonals nicht möglich wären, soll hier einmal erwähnt werden.

Die Identität des Randalierers konnte erst ca. 2 Stunden nach der Blutentnahme ermittelt werden. Es handelt sich um einen 37 jährigen isländischen Staatsbürger mit derzeitigen Aufenthalt in Teisendorf, der wegen seiner hohen Gewaltbereitschaft im In- und Ausland bereits einschlägig aktenkundig geworden war. Auch wurde im Laufe der Ermittlungen bekannt, dass der Mann zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss von starken Medikamenten stand und ein Vergehen der Trunkenheit im Verkehr in Folge anderer berauschender Mittel erfüllt ist.

Auf Grund der vielen Straftaten, welche durch das Handeln des Randalierers erfüllt worden waren, erließ der zuständigen Ermittlungsrichter einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Trunkenheitsfahrer.

Polizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser