Betrunkener Lkw-Fahrer von Justiz gesucht

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Bergen - Wegen seiner auffälligen Fahrweise wurde ein Litauer mit seinem Lkw gestoppt. Was seine Überprüfung alles zu Tage förderte, dürfte die Polizisten erstaunt haben. 

Am Donnerstagabend überprüften Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein einen litauischen Lkw-Fahrer, nachdem zuvor die Mitteilung eines Verkehrsteilnehmers über dessen auffällige Fahrweise eingegangen war.

Bei der Kontrolle des Lkw-Fahrers an der Rastanlage Hochfelln-Süd stieg den Kontrollbeamten sofort starker Alkoholgeruch in die Nase. Ein daraufhin durchgeführter Alkotest ergab einen Wert über zwei Promille. Neben dem Fahrersitz fanden die Beamten eine fast leere Cognacflasche. Daraufhin glichen die Beamten die Personalien des Fahrers mit dem Fahndungscomputer ab. Dieser spuckte einen Haftbefehl über 50 Tage aus.

Grund hierfür war, dass der Litauer im Jahr 2008 in Nordrhein-Westfalen mit seinem Lkw ebenfalls in alkoholisiertem Zustand einen Verkehrsunfall verursachte und anschließend flüchtete. Um die Begleichung des Strafbefehls kümmerte er sich nicht.

Daraufhin wurde auch noch das Flensburger Zentralregister bemüht. Dieses brachte zum Vorschein, dass als Folge des Unfalls im Jahr 2008 dem Litauer das Recht, von seiner Fahrerlaubnis im Bundesgebiet Gebrauch zu machen, für die Dauer von 13 Monaten aberkannt wurde. Um die Wiedererteilung des Rechts hat sich der Balte bislang nicht gekümmert.

Als die Beamten dem Litauer seine Verhaftung bekannt geben wollten, hatte ihn wohl auf Grund des Alkoholkonsums bereits der Schlaf in der Kabine übermannt. Nachdem er geweckt, der Führerschein sichergestellt und im Klinikum die Blutentnahme durchgeführt wurde, bekam er in der Zelle Gelegenheit, sein Schlafbedürfnis zu befriedigen. Neben dem bereits bestehenden Haftbefehl kommen auf den Litauer nun weitere Probleme mit der Justiz zu, die wegen der Einschlägigkeit der Taten wohl eher nicht gering ausfallen dürften.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa, Symbolbild

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