Betrunken und im Bademantel am Kreisverkehr

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Teisendorf - Beim Faschingszug am 19. Februar hatte die Polizei wieder allerhand zu tun. Dabei kam es auch zu einem kuriosen Einsatz.

Nach dem Faschingszug am 19. Februar in Teisendorf war der Einsatz der eingesetzten Polizeistreifen leider noch nicht zu Ende.

Gegen 19.50 Uhr wurde ein 31-jähriger Faschingsbesucher aus Wonneberg auf einem Parkplatz in Teisendorf in seinem Pkw, bei laufendem Motor, kontrolliert. Der Mann war so stark betrunken, dass er nicht mehr in der Lage war, einen Alkotest zu machen. Er erklärte, dass er während des Faschingszuges seine Freundin „verloren“ habe und nun im Auto auf sie warten würde. Aufgrund der Kälte hatte er schließlich den Motor gestartet, um nicht frieren zu müssen. Um eine mögliche Trunkenheitsfahrt zu unterbinden, wurde der Pkw-Schlüssel des Mannes sichergestellt.

Gegen 21.30 Uhr wurden die Beamten des Einsatzzuges Traunstein, die als Unterstützungskräfte der Polizeiinspektion Freilassing vor Ort waren, zu einer Körperverletzung gerufen. Ein 40-jähriger Teisendorfer, mit fast 1,4 Promille, wollte im Gasthof zur Alten Post partout über den Notausgang die Gaststätte verlassen. Ein Security-Mitarbeiter versuchte dem Gast klar zu machen, dass er den normalen Ausgang zu verwenden hätte. Der Teisendorfer war über diese „Bevormundung“ so erbost, dass er schließlich den Mitarbeiter angriff. Im Verlauf des Gerangels schlug er auf das linke Ohr des Geschädigten, der daraufhin ein ständiges Pfeifen im Ohr verspürte. Erst mit den angerückten Polizeikräften verließ der Teisendorfer die Gastwirtschaft über den normalen Ausgang. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Gegen 22.40 Uhr kontrollierte eine Polizeistreife der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein einen 59-jährigen Teisendorfer, der auf dem Parkplatz einer Teisendorfer Gaststätte gerade in seinen Pkw steigen wollte. Da der Mann erheblich schwankte und auch zugab, dem Alkohol zugesprochen zu haben, wurde der Pkw-Schlüssel sichergestellt und damit eine Trunkenheitsfahrt verhütet.

Gegen 1 Uhr kam es in einem Lokal entlang der Holzhauser Straße zu mehreren Körperverletzungen. Ein Geschwisterpaar aus Petting fiel hier aus der Rolle. Während einer Rauferei trat eine 17-Jährige mit ihren Füßen einem am Boden liegenden Mann aus Waging am See dreimal ins Gesicht. Der 47-jährige Geschädigte erlitt dadurch Schwellungen und Rötungen. Als eine 25-jährige Teisendorferin die Täterin wegziehen wollte schlug ihr diese mit der flachen Hand derart stark ins Gesicht, dass die Brille der Geschädigten beschädigt wurde. Da nun andere junge Frauen gegen die Täterin aufstanden, trat der 20-jährige Bruder der Täterin in Aktion. Er schlug einer 30-jährigen Teisendorferin mit der Faust ins Gesicht, so dass diese sofort stark aus der Nase blutete. Glücklicherweise wurde die Nase durch den Faustschlag nicht gebrochen. Aufgrund der vielen alkoholisierten Besucher in der Gaststätte konnte der Anfang der Schlägerei noch nicht völlig aufgeklärt werden. Zeugen werden daher gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Während die 17-jährige Täterin so gut wie nüchtern war, wies ihr 20-jähriger Bruder immerhin über 1 Promille Alkohol auf.

Betrunken, orientierungslos und in Bademantel

Der letzte Einsatz im Rahmen des Faschingszuges Teisendorf fand gegen 1.50 Uhr statt. Ein 28-jähriger Fridolfinger wurde von Beamten der Polizeiinspektion Freilassing völlig orientierungslos, nur mit Bademantel und kurzer Hose bekleidet, am Kreisverkehr in Teisendorf aufgegriffen. Der junge Mann hatte 2 Promille Alkohol intus. Er konnte den Fragen der Beamten kaum folgen und redete nur wirres Zeug. Aufgrund seiner Alkoholisierung wurde er in Gewahrsam genommen und durfte die Nacht über bei der Polizeiinspektion Freilassing, in der Zelle seinen Rausch ausschlafen. Seine Freude über das unerwartete Nachtquartier wurde jedoch getrübt als er am Morgen die Rechnung der Polizei für die Gewahrsamnahme erhielt.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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