Wenn der Smartphone-Kauf bitter endet

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Landkreis - Ein Student und eine 17-jährige Auszubildende wurden Opfer von Internetbetrügern, als sie online Smartphones kaufen wollten.

So suchte Anfang August ein Student ein Apple I-Phone 5 S auf einer deutschen Verkaufsplattform und fand ein lukratives Angebot von einer Hamburger Verkäuferin. Diese bot ihr nagelneues Smartphone für 405 Euro an. Dieses „Schnäppchen“ wollte sich der Student nicht entgehen lassen und setzte sich mit der Verkäuferin, die auch noch ihre Handynummer angegeben hatte, in Verbindung. Man wurde handelseinig und der Student überwies den Gesamtbetrag auf das Konto der Verkäuferin.

Student verlor so 450 Euro

Damit brach der Kontakt zu der Dame ab, sie war nicht mehr erreichbar und die Ware wurde nicht übersandt. Schließlich blieb dem Käufer nichts mehr übrig als der Gang zur Polizei. Die Ermittlungen der Freilassinger Polizei ergaben, dass die Frau offensichtlich das selbe Handy über verschiedene Plattformen dreimal zum Verkauf angeboten hatte. Kaum hatte der Student das Geld überwiesen erschien es erneut zum Verkauf, diesmal jedoch für 450 Euro.

Anzahlung ist weg

Dass Betrüger sämtliche Möglichkeiten nutzen, erlebte eine 17-jährige Auszubildende aus Anger, die am gestrigen Dienstag ebenfalls Strafanzeige bei der Freilassinger Polizei erstattete. So bieten zum Beispiel soziale Netzwerke mittlerweile eigene Rubriken, in denen man Kaufen und Verkaufen kann. Die Auszubildende hatte im Raum Bad Reichenhall nach einem Smartphone gesucht und wurde fündig. Das Schnäppchen sollte nur 210 Euro kosten und so war sie sofort bereit 50 Euro anzuzahlen und den Rest, nach Erhalt, zu überweisen. Das Geld war weg und die Ware wurde nicht übersandt.

Präventionstipps der Polizei

Natürlich kann man über das Internet tatsächlich das eine oder andere „Schnäppchen“ erlangen, man sollte sich jedoch auch über das Risiko, einem Betrüger aufzusitzen, bewusst sein. Daher sollte man sichere Zahlungsmethoden nutzen und vor dem Klick auf „Kaufen“ selbst im Internet nach dem Verkäufer und der angebotenen Ware suchen. Wenn die selbe Ware und sogar das selbe Foto in mehreren Verkaufsplattformen auftaucht, dann ist Vorsicht geboten.

Auch das Bewertungsprofil eines Anbieters sollte genauestens in Augenschein genommen werden. Da grundsätzlich niemand etwas zu verschenken hat, sollte man bei besonderen „Preisschlagern“ immer ein gesundes Maß an Misstrauen an den Tag legen oder auch die Möglichkeit der persönlichen Abholung nutzen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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