Gefälschter Führerschein, Waffen und Tabletten gefunden

Slowake (47) mit 1,6 Promille auf A8 gestoppt

Berchtesgadener Land - Bei einer Polizeikontrolle wurde ein alkoholisierter 47-jähriger Slowake aufgehalten. Bei ihm wurden unteranderem gefälschte Dokumente, Waffen und rezeptpflichtige Tabletten gefunden.

Eine Routinekontrolle der Bundespolizei eines Mannes mit seinem Fahrzeug ergab eine Vielzahl an Anzeigen und beschäftige im weiteren Verlauf die Beamten der Verkehrspolizei Traunstein sowie der PI Fahndung Traunstein. Ein 47-jähriger Slowake reiste bereits am Donnerstagabend mit seinem Auto mit schweizerischen Kennzeichen auf der A8 ein. Im ersten Gespräch gab er zu verstehen, dass er eigentlich gar nicht nach Deutschland wollte.

Fahrzeuguntersuchung deckt weitere Straftaten auf

Aufgrund seiner offensichtlichen starken Alkoholisierung wurde er dennoch kontrolliert und zum Alkotest gebeten. Dies ergab einen Wert von über 1,6 Promille, woraufhin eine Blutentnahme im Krankenhaus durchgeführt werden musste. Während die Verkehrspolizeibeamten mit dem Slowaken die Blutentnahme im Krankenhaus durchführten und den echten gültigen Führerschein sicherstellten, wurde das Auto einschließlich des Reisegepäcks durch die Bundespolizei unter Zuhilfenahme der Pidinger Schleierfahnder genauer inspiziert. Der über 15 Jahre alte VW Polo hatte keine aktuelle Zulassung und keinen Versicherungsschutz. Die beiden schweizerischen Kennzeichen waren einschließlich des schweizerischen Fahrzeugscheins seit einigen Jahren bereits abgelaufen.

Bei der Durchsuchung des Reisegepäcks des Slowaken wurden in weiterer Folge zwei totalgefälschte slowakische Dokumente aufgefunden und sichergestellt. Des Weiteren wurden verbotenen Gegenstände u.a. ein Schlagring, eine waffenscheinpflichtige Soft-Air-Waffe, zwei Einhandmesser, ein Elektroschocker, welcher den Anschein einer Taschenlampe hatte, und ein als gestohlen gemeldetes Autokennzeichen sichergestellt. Außerdem konnten in seinem persönlichem Reisegepäck über 100 rezeptpflichtige Tabletten sichergestellt werden, da er keine hierfür notwendige Bescheinigung vorweisen konnte und der Wirkstoff des Medikamentes unter das deutsche Betäubungsmittelgesetz fällt.

Slowake muss an der Wache ausnüchtern

Nach Ausnüchterung des Mannes wurde ihm am nächsten Morgen in Form einer Vernehmung die Gelegenheit geboten, sich zu allen Vorwürfen zu äußern. Im Anschluss wurde aufgrund der Vielzahl der Anzeigen die zuständige Staatsanwaltschaft verständigt. Diese ordnete eine Hinterlegung eines vierstelligen Geldbetrages an. Letztendlich durfte der 47-jährige Mann seine Reise mit dem Zug fortsetzen, da ihm die Weiterfahrt mit seinem Fahrzeug aufgrund fehlendem Führerscheins/fehlender Zulassung und fehlendem Versicherungsschutz bis auf weiteres untersagt worden war.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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