Beamter in zivil verfolgt Raser

Berchtesgaden - Bereits am Dienstag um kurz vor 12 Uhr verfolgte ein Beamter der Polizeiinspektion Berchtesgaden an seinem freien Tag mit seinem Privatauto einen Raser.

Er fuhr im Ortsteil Strub auf der B20 in Richtung Berchtesgaden, ordnungsgemäß mit den erlaubten 70 Km/h und wurde dennoch von einem Pkw überholt. Der Fahrer dieses Pkws setzte seine Fahrt mit überhöhter Geschwindigkeit fort. Aufgrund seiner Fahrweise, er beschleunigte und bremste sein Fahrzeug ständig immer wieder ab, vermutete der Polizeibeamte, dass der Fahrer stark alkoholisiert sei. Deshalb versuchte er möglichst nah an den Pkw heranzukommen, um ihn an einer geeigneten Stelle zu stoppen.

An der „Bavaria-Kreuzung“ ordnete sich der rasante Fahrzeugführer in die Abbiegespur in Richtung Ortsmitte ein. Plötzlich riss er sein Fahrzeug nach rechts und fuhr in Richtung Salzburg weiter. Ab diesem Zeitpunkt vermutete der Polizeibeamte, dass ihm der „Raser“ abhängen wollte. Der Beamte hoffte deshalb dringend auf die Unterstützung seiner bereits alarmierten Kollegen.

Nachdem der Fahrer noch einen Pkw im Überholverbot auf Höhe des Hotel „Seimler“ überholt hatte, konnte er in der Unterau gestoppt werden. Verwunderlicherweise war der Fahrzeugführer nicht alkoholisiert. Als Entschuldigung für seine rasante und gefährliche Fahrt gab er an, „mein spritziges Auto fährt halt mal so gut und das macht richtig viel Spaß“. Aufgrund des schwachen Verkehrsaufkommens wurde glücklicherweise kein weiterer Verkehrsteilnehmer gefährdet. Dennoch muss der Fahrer mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in der Verkehrssünderdatei rechnen.

Rubriklistenbild: © dpa

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