Ein Beamter mit feiner Nase

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Piding/A8 - Einen guten Riecher bewies ein Polizist am Samstagnachmittag auf der A8. Bei der Kontrolle eines polnischen Autos kamen Drogen zum Vorschein.

Einen ganz besonderen Riecher bewies am Samstagnachmittag ein Beamter der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein, als er in einem Paar neuwertiger Damenstiefel zwei Tütchen mit eigentlich „luftdicht“ verpacktem Marihuana fand. Zuvor hatten die Fahnder aus der Geldbörse eines 45 Jahre alten Polen knapp 0,5 Gramm „Gras“ herausgezogen. Insgesamt kamen somit etwas mehr als 13 Gramm Cannabis zum Vorschein, was dem Osteuropäer wiederum einige Hundert Euro an Sicherheitsleistung kosteten. Für die Begleichung einer noch offenen Rechnung mit der Staatsanwaltschaft Hannover wegen Diebstahls hatte der gelernte Elektriker zuvor schon einmal tief ins Portemonnaie greifen müssen. Bei Nichtbezahlung der geforderten 600 Euro hätte der Mann aufgrund eines vorliegenden Haftbefehls aus dem Jahre 2008 die nächsten 30 Tage in der JVA verbringen müssen.

Gegen 15.00 Uhr war den Schleierfahndern ein vollbesetzter polnischer 500er Fiat auf der Autobahn in Fahrtrichtung München auf Höhe von Aufham aufgefallen. Für eine genauere Nachschau wurde der Fahrer in die Angerer Ausfahrt dirigiert. Nachdem der Polizeicomputer für den Beifahrer eine aktuelle Festnahmeausschreibung „ausspuckte“, fanden die Beamten im Rahmen der vor Ort durchgeführten Durchsuchung das halbe Gramm Marihuana. In der Kfz-Durchsuchungshalle der Fahnder widmete sich anschließend ein Beamter dem Kleinwagen - inklusive des mitgeführten Gepäcks - etwas genauer. Dabei zahlte sich die akribische Vorgehensweise aus. In einem Paar Damenschuhe hatte der bis dato wegen Drogendelikten nicht Erscheinung getretene Pole zwei weitere Rationen „Gras“ deponiert. Das Rauschgift wurde eingezogen. Nach Anzeigenaufnahme durfte er die Heimreise nach Polen fortsetzten.

Pressemeldung VPI Traunstein

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