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Reißverschluss: Wie funktioniert das?

Landkreis - Eine Spur endet oder ist gesperrt? Dann kommt das Reißverschlussprinzip zum Einsatz. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen und die Tipps der Polizei:

Das in der Straßenverkehrsordnung verankerte „Reißverschluss-Fahren“ wird in der Praxis oft nicht beachtet. Die Regelung beinhaltet, dass den aufgrund von Fahrbahnverengungen am Weiterfahren gehinderten Fahrzeugen der Übergang auf den benachbarten Fahrstreifen nach dem Reißverschlussprinzip ermöglicht werden muss. Entscheidend hierbei ist, dass dieser Vorgang unmittelbar vor der Verengung stattfinden soll.

Häufig zu beobachten ist ein falsches Verhalten insbesondere auf Autobahnen, wenn ein Fahrstreifen aufgrund einer Baustelle endet. Ein Großteil der Fahrzeugführer neigt dazu, nicht bis zum Ende ihres Fahrstreifens zu fahren, sondern vollzieht den Spurwechsel frühzeitig, oft sogar einige Hundert Meter vor dem Ende eines Fahrstreifens. Effizient ist das Reißverschlussverfahren allerdings nur, wenn alle zur Verfügung stehenden Fahrspuren bis zum Ende ausgenutzt werden. Ist dies nicht der Fall, müssen mehr Autos auf weniger Fahrstreifen fahren und dies führt zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Situation und letztlich zu einem Stau.

Wer im Reißverschlussverfahren die Spur wechselt, darf nicht grundsätzlich darauf vertrauen, dass ihm dies ermöglicht wird. Er muss seinen Spurwechsel wie sonst auch rechtzeitig durch Blinken anzeigen, zurückschauen und erst dann, wenn er sicher sein kann, dass dies gefahrlos möglich ist, den Spurwechsel vollziehen. Eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer muss dabei ausgeschlossen sein. Der auf dem durchgehenden Fahrstreifen befindliche Autofahrer darf seinen Vorrang nicht erzwingen. Hier ist eine Ahndung mit Verwarnungsgeld möglich, in Extremfällen kann es auch zu einer Strafanzeige wegen Nötigung führen. Leider kommt es jedoch in der Praxis häufig vor, dass Autofahrer am Ende einer Fahrspur nicht in die Spur des durchgehenden Fahrstreifens gelassen werden, weil es von Fahrern, die frühzeitig den Fahrstreifen wechselten, als unsozial empfunden wird, wenn jemand bis zum Ende des Fahrstreifens fährt, um hier vorschriftsgemäß den Fahrspurwechsel durchzuführen. Kommt es beim Reißverschlussverfahren zu einem Verkehrsunfall, liegt das Verschulden in der Regel bei demjenigen, der die Fahrspur gewechselt hat. Allerdings kann gegebenfalls auch ein Verkehrsteilnehmer auf dem durchgehenden Fahrstreifen mithaften, wenn er zum Beispiel seine Geschwindigkeit nicht verringert, obwohl klar ist, dass sich jemand einordnen will.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa

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