Tragischer Ausgang einer Vermisstensuche

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Berchtesgaden - Ein Bergsteiger hat am Sonntagvormittag per Handy seinen Freund informiert, dass er im Bereich der Barmsteine abgestürzt sei. Der Mann konnte nur noch tot geborgen werden.

Am Maifeiertag gegen 11.00 Uhr meldete sich ein 53-jähriger Halleiner mit seinem Handy bei einem Freund und teilte ihm mit, dass er sich verstiegen habe und abgestürzt sei. Laut seinen Angaben habe er sich ein Bein gebrochen und sei im Bereich Barmsteine / Marktschellenberg unterwegs.

Der informierte Freund teilte diesen Notruf der Polizei Hallein mit, die auch die Polizei in Berchtesgaden informierte, da nicht klar war ob sich der Gesuchte auf österreichischen oder deutschen Gebiet befindet. Es lief eine Suchaktion an, die im Verlauf eine Stärke von über 160 Einsatzkräften erreichte.

Die Suche erstreckte sich auf beide Seiten der beiden Barmsteine als auch über die Ruine Türnl bis nach Hallein und Kaltenhausen. Es waren sowohl der österreichische Hubschrauber Libelle mit Wärmebildkamera als auch der Bayerische Polizeihubschrauber Edelweiß mit Spezialisten für die Handyortung im Einsatz. Mit dem Vermissten konnte noch mehrfach Handykontakt aufgenommen werden, jedoch konnte er weiters keine Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen.

Im Einsatzgebiet wurde dann intensiv auf der Ostseite der beiden Barmsteine durch die Einsatzkräfte gesucht, dies war aufgrund der Topographie äußerst anstrengend und gefährlich. Weiterhin gab es noch Hinweise auf einen weiteren möglichen Aufenthaltsort im Bereich Hallein, der dann durch die österr. Bergrettung abgesucht wurde.

Gegen 19.30 Uhr kam dann die Mitteilung, dass eine tote Person im österreichischen Gebiet aufgefunden worden war. Allerdings wurde die Person etwa 4 Kilometer vom Einsatzgebiet entfernt im Bereich Bad Dürnberg/Plaik durch Suchkräfte aufgefunden. Es stellte sich heraus, das es sich um die gesuchte Person handelte, die schwere Verletzungen, vermutlich durch einen Absturz hervorgerufen, aufwies. Genauere Ermittlungen werden durch einen Alpinbergführer der österr. Polizei durchgeführt.

An dem Einsatz waren neben den bayerischen Polizeibeamten, österr. Polizeibeamte, 32 Einsatzkräfte der Bergwachtbereitschaften Berchtesgaden, Ramsau und Marktschellenberg, 62 Einsatzkräfte der österr. Bergrettung und etwa 50 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Hallein und Marktschellenberg sowie zwei Notärzte im Einsatz. Die Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen verlief grenzübergreifend reibungslos und hochmotiviert. Leider führte das Engagement nicht zu dem erhofften Erfolg.

Pressemeldung Polizeiinspektion Berchtesgaden

Rubriklistenbild: © dpa

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