Polizeikontrolle in Bad Reichenhall

Schrottreifer Bus aus Moldau aus dem Verkehr gezogen

Bad Reichenhall - Unglaublich, was für ein Gefährt die Beamten der Autobahnwache Siegsdorf in der Nacht auf Samstag (2. November) aus dem Verkehr zogen - der Bus war "völlig verkehrsunsicher".

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Bereits in der Nacht von Freitag, den 1. November, auf Samstag, den 2. November, gelangte ein Kraftomnibus aus Moldau, der mit insgesamt 43 Passagieren besetzt war, auf der A8 bei Bad Reichenhall, zur Einreise in das Bundesgebiet. Der Bus befand sich auf dem Weg von Moldau nach Frankreich.

Bei der Kontrolle durch Beamte der Autobahnwache Siegsdorf wurde festgestellt, dass die Windschutzscheibe im Bereich des Fahrers und die Frontscheibe im Bereich der Passagiere mehrfach gerissen und zerborsten waren. Zudem waren nahezu sämtliche Seitenscheiben des Busses entlang des Passagierbereichs aus dem Rahmen gefallen und mehr schlecht als recht mittels einer Klebemasse fixiert worden.

Der 46-jährige Kraftfahrer des Busses zeigte sich hiervon scheinbar unbeeindruckt. Ihm wurde die Weiterfahrt mit dem Bus am Kontrollort untersagt.

Der Busfahrer durfte sich über sein Unternehmen um einen Ersatzbus bemühen, damit die Weiterfahrt der Passagiere gewährleistet werden konnte. Die Überprüfung des Busses in einer Fachwerkstatt brachte allerdings weitere erhebliche Mängel zu Tage.

Die Bremsanlage des Busses war hinüber. Auf der ersten und zweiten Achse des Busses war noch etwas Bremswirkung gegeben. Diese fehlte auf der dritten Achse völlig.

Auch die Lenkanlage des Busses war in einem derart desolatem Zustand, so dass die Manövrierfähigkeit stark beeinträchtigt war.

Weiterhin wurde in der Fachwerkstatt festgestellt, dass der Rahmen des Busses an mehreren tragenden Teilen durchgerostet war. Der Bus war im Endergebnis als völlig verkehrsunsicher einzustufen.

Die Reparaturkosten zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit übersteigen den Wert des Busses bei weitem. Der Kraftomnibus wird in den nächsten Tagen mittels Tieflader nach Moldau, hoffentlich zur Verschrottung, verbracht werden.

Meldung der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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