Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

40 Meter mitgeschleift

VW-Bus wird bei Bischofswiesen von Zug erfasst - Fahrer (65) schwer verletzt im Krankenhaus

Unfall bei Bischofswiesen.
+
Unfall bei Bischofswiesen.

Am Freitagabend (11. November) gegen 17.25 Uhr, ereignete sich in Bischofswiesen beim Sägewerk ein schwerer Verkehrsunfall, bei welchem ein VW-Bus mit der Regionalbahn kollidierte. Was war passiert?

Update, 12. November, 7.18 Uhr - Pressemeldung des Roten Kreuzes

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am Freitagabend gegen 17.25 Uhr ist ein 65-jähriger Bayerisch Gmainer schwerst verletzt worden, als er mit seinem VW-Bus vom Bischofswiesener Sägewerk kommend den unbeschrankten und nicht mit Lichtzeichen geregelten Bahnübergang zur B20 queren wollte und dabei die von Bad Reichenhall kommende Regionalbahn übersah, die den Kleinbus trotz Warnton und Vollbremsung erfasste und rund 40 Meter mitschleifte, wobei das Fahrzeug kurz bevor der Zug stehenblieb rund vier Meter über die Uferböschung zur Bischofswiesener Ache hinabrutschte, so dass die Front im Wasser war.

Die ersteintreffende Streifenbesatzung der Berchtesgadener Polizei leistete zusammen mit zwei weiteren Verkehrsteilnehmern dem Verunfallten sofort Erste Hilfe. Die Leitstelle Traunstein schickte aufgrund der zunächst unklaren Lage mit möglichen weiteren Verletzten im Wasser ein Großaufgebot von Rotem Kreuz und Feuerwehr zum Unfallort, darunter die Freiwilligen Feuerwehren Bischofswiesen, Berchtesgaden und Bad Reichenhall mit der Tauchergruppe, die Kreisbrandinspektion, beide Rettungswagen und der Notarzt aus Berchtesgaden, alle vier Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Wasserwachten Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf, der Einsatzleiter Rettungsdienst, der Einsatzleiter Wasserrettungsdienst und der Einsatzleitwagen der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung.

Ein Teil der anrückenden Kräfte konnte noch auf der Anfahrt wieder umkehren, wobei vor Ort dann 65 Feuerwehrleute, 13 Rotkreuzler von Land- und Wasserrettungsdienst, die Streife der Berchtesgadener Polizei, zwei Streifenbesatzungen der Bundespolizei und der Notfallmanager der Bahn gefordert waren, der für die Fahrgäste einen Schienenersatzverkehr per Bus organisierte.

Rotes Kreuz und Feuerwehr versorgten den Mann notärztlich, befreiten ihn aus dem Wrack und lieferten ihn dann ins Salzburger Unfallkrankenhaus ein. Die Berchtesgadener Polizei schätzt den Sachschaden an der Front des Zug-Triebwagens auf bis zu 30.000 Euro ein, wobei der VW-Bus ein Totalschaden ist und durch eine Spezialfirma aus der Böschung geborgen werden musste. Die B20 war während der Rettungs- und Bergearbeiten rund eine Stunde lang komplett gesperrt. Der nachgeforderte Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes kümmerte sich um die Betroffenen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein beauftragte einen Gutachter, der ein unfallanalytisches und ein technisches Gutachten erstellt. Die Polizei bittet eventuelle direkte Zeugen des Unfalls, sich über die Telefonnummer +49 (0) 8652 94670 zu melden.

Pressemeldung BRK KV Berchtesgaden

Erstmeldung, 11. November, 22.57 Uhr

Bischofswiesen – Wie die Berchtesgadener Polizei in einem in der Nacht herausgesandten Pressebericht mitteilte, wollte ein 65-jähriger VW-Busfahrer mit seinem Fahrzeug vom Sägewerk kommend den unbeschrankten und nicht durch Lichtzeichen geregelten Bahnübergang überqueren. Allerdings soll er hierbei den von Bad Reichenhall kommenden Zug übersehen haben. Der Zugführer soll zwar „unverzüglich die Schallzeichenanlage betätigt haben“, wie die Polizei berichtet. Trotz einer sofortigen Vollbremsung, soll das Fahrzeug des 65-jährigen Mannes aus Bayerisch Gmain vom Zug erfasst worden sein. Ganze 40 Meter soll das Fahrzeug mitgeschleift worden sein und kurz vor Stillstand gar vier Meter in die Bischofswieser Ache abgerutscht sein.

Beim Eintreffen der Polizeikräfte soll sich der VW-Bus mit der Front im Wasser befunden haben und die Beamten der Polizeiinspektion Berchtesgaden leisteten mit zwei anderen Verkehrsteilnehmern gemeinsam Erste Hilfe. Während der VW-Busfahrer durch den Verkehrsunfall schwer verletzt wurde, dürfte sich der Sachschaden auf mindestens 20.000 – 30.000 Euro belaufen, da der Triebwagen im Frontbereich beschädigt wurde. Laut Einschätzung der Beamten dürfte der VW-Bus wiederum hingegen ein Totalschaden sein.

65 Einsatzkräfte im Einsatz – B20 musste gesperrt werden

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften wurde aufgerufen und die B20 musste für circa eine Stunde voll gesperrt werden. Der VW-Bus musste durch eine Spezialfirma geborgen werden. Insgesamt waren 65 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bischofswiesen, Berchtesgaden und Bad Reichenhall im Einsatz. Zudem zwei Streifenwagenbesatzungen der Bundespolizei sieben Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und sechs Kräfte der Wasserwacht.

Des Weiteren soll einer von der Staatsanwaltschaft Traunstein beauftragter Gutachter ein Bild von der Lage vor Ort gemacht haben und ist im weiteren Verlauf mit der Fertigung eines unfallanalytischen und technischen Gutachtens beauftragt worden sein. Die Polizeiinspektion Berchtesgaden bittet zuletzt noch, um direkte Zeugen von dem Verkehrsunfall sich unter der Telefonnummer 08652/94670 zu melden.  

mck/Polizeiinspektion Berchtesgaden

Kommentare